​Maximilian Philipp ist einer der Durchstarter dieser Bundesliga-Saison. Im vergangenen Sommer zahlte Borussia Dortmund 20 Millionen Euro für den U21-Europameister. Nicht gerade wenig für einen Spieler vom SC Freiburg, der lediglich eine starke Profi-Saison vorzuweisen hatte. Doch der Offensivakteur behauptete sich auch im schwarz-gelben Dress. Es war ein turbulentes Jahr für den gebürtigen Berliner.


"Du denkst, es läuft, bist glücklich. Und dann geht es plötzlich steil bergab", betonte der Flügelstürmer in einem Interview mit den Ruhr Nachrichten. "Zu guter Letzt die Verletzung, die ja keine einfache Geschichte war. Ich dachte mir aber sehr schnell, 2018 wird dann ein neues Jahr, neues Glück." Nach seinem Wechsel startete der BVB furios und setzte sich an der Tabellenspitze fest. Auch Philipp fand recht schnell in die Spur und war in den ersten elf Spielen an acht Toren beteiligt (sechs Treffer, zwei Assists). 



Doch der Revierklub schlitterte in eine Krise, in dessen Verlauf sich Philipp schwer am Knie verletzte: "Die Ärzte dort sind von einem Kreuzbandriss ausgegangen. Da war ich mir aber sicher, dass es das nicht ist", erinnerte sich der 24-Jährige. "Ich hatte schnell das Gefühl, dass ich die Verletzung kenne. Eine Patella-Luxation hatte ich mit 16 Jahren schon mal. Am anderen Knie."


Am 25. Spieltag kehrte Philipp ins Team zurück. Die Tendenz zeigt also wieder nach oben. Für den Offensivakteur der Lohn harter Arbeit, begann seine Karriere doch nicht unbedingt vielversprechend: "Leicht hatte ich es nie. Das zeichnet mich schon aus, dass ich durchsetzungsstark bin. Ich war nie das Riesentalent, das auf allen Zetteln stand. Ich war mir aber immer sicher, ich war auch gewillt, mich durchzubeißen." 


Mit 14 Jahren wurde Philipp aus der U15 der Hertha aussortiert, danach stand der Junioren-Nationalspieler vor einer richtungsweisenden Entscheidung: "Reicht es für den Profi-Fußball? Ich bin zu Energie Cottbus gewechselt, da war Pele Wollitz Trainer und der hat auf junge Spieler gesetzt wie Leo Bittencourt, Martin Kobylanski. Diesen Weg wollte ich auch gehen. Leider ist Wollitz dann gegangen, es kam Rudi Bommer, der eher nicht auf die Jugend gesetzt hat. Da kam das Angebot aus Freiburg sehr recht."


In Freiburg reifte Philipp zu einem soliden Bundesligaprofi. In Dortmund vollzog der Angreifer den nächsten Schritt in seiner Karriere. Für Philipp war der BVB ein Glückstreffer: "Es ist ein großer Klub, mit fantastischen Fans, mit einer atemberaubenden Stimmung und Unterstützung. Besonders beeindruckt war ich beim Spiel in Mainz. Da standen wir ja nicht gut da als Tabellenachter, es war ein Wochenspieltag. Trotzdem waren so viele Fans da."