Bundesligist Eintracht Frankfurt gehört in dieser Saison sicherlich zu den Überraschungsteams. Die Hessen stehen aktuell sensationell auf dem vierten Rang, welcher zur Königsklasse berechtigt. Sport-Vorstand Fredi Bobic sprach mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über die gesteigerte Strahlkraft der Adler und welche Möglichkeiten sich dadurch auf dem Transfermarkt ergeben.


​Dass Fredi Bobic ein Mann ist, der auch mutige Entscheidungen trifft, sollte spätestens der Boateng-Transfer demonstriert haben. Der ehemalige deutsche Nationalspieler hat mit seinen eingeleiteten Scouting- und Finanzprojekten die Eintracht zu einem Champions-League-Anwärter gemausert und ihr ein neues Gesicht verliehen.


Nun freut sich der Vater des Erfolgs, dass die Eintracht ihre Attraktivität gleichermaßen auf dem Transfermarkt steigern konnte. „Viele Spieler, auch von großen Agenturen, wollen plötzlich mit uns reden“, erzählt der SGE-Chef heiter gestimmt. Zudem fügte Bobic an, dass man in der Main-Metropole plötzlich über Spielerkategorien nachdenken könne, die vor zwei Jahren noch nicht machbar gewesen seien.

Im Hinblick auf eine mögliche Europa-Pokal-Teilnahme verriet der Eintracht-Vorstand: „Wenn wir dort spielen können, haben wir auch ein bisschen mehr Geld zur Verfügung.“ Darüber hinaus versprach der ehemalige VfB-Stürmer, dass „die finanziellen Möglichkeiten, die sich uns am Ende bieten“, auch in künftigen Transfers widerspiegeln würden.


Jedoch hat der 46-Jährige aus den Fehlern der Konkurrenz gelernt und möchte mit zukünftigen Investitionen kein allzu großes Risiko gehen. „Wir wollen uns nicht wie andere Vereine in der Vergangenheit überheben“, so der Frankfurter Manager.


Sehr vernünftige und bedachte Worte, die der beeindruckenden Arbeit der SGE-Verantwortlichen Nachdruck verleihen. Die Eintracht verfolgt einen ehernen Weg, den sie auch im Erfolgsfalle ohne Zweifel nicht verlassen wird.