​Der FSV Mainz 05 hat sich auf dem Relegationsplatz festgesetzt. Nur ein Sieg gelang den Rhein-Hessen in den letzten acht Bundesligapartien. Zu wenig, findet auch der verletzte Kapitän Stefan Bell, der sich jedoch hinter Trainer Sandro Schwarz stellt.


"Wir finden alle gut, dass es mit Sandro weitergeht. Unabhängig von Personen sollte man sich auch nicht von der öffentlichen Meinung treiben lassen", betonte Bell in einem Interview mit der BILD-Zeitung. "Natürlich ist das immer ein Thema in solch einer Situation. Weil es eben am einfachsten ist, den Trainer zu wechseln und weil es viele andere ja schon gemacht haben."


Von der Mentalität des Übungsleiters könnten sich einige Akteure im Mainz-Trikot eine Scheibe abschneiden: "Jeder, der am vergangenen Mittwoch beim Fan-Treffen war, sieht, wie er brennt. Die Wertschätzung für ihn ist sehr hoch und alle Spieler wissen, dass es jetzt auch mal an der Zeit ist zu liefern. Für die Ergebnisse sind wir zuständig."


Fehlende Leidenschaft und mangelnder Einsatz waren in den letzten Wochen immer Gegenstand der Ursachenforschung. Auch Trainer Schwarz beklagte zuletzt die unzureichende Mentalität bei seinen Spielern. Bell pflichtet seinem Coach bei: "Das ist ein Thema, das uns schon lange beschäftigt. Mit der sportlichen Qualität kann man die Schwankungen nicht erklären, die wir in den letzten Monaten und Jahren haben. Letzte Saison war das auch schon extrem", so der Vize-Kapitän weiter. "Das ist wohl ein Kopf-Thema und hat vielleicht auch mit fehlender Erfahrung im Kader zu tun. Wir haben halt viele junge Spieler."


Die 0:3-Pleite gegen Frankfurt verfolgte der Innenverteidiger vor dem heimischen TV-Gerät. Probleme an der Patellasehne verhinderten einen Einsatz: "Es war schon schwierig. Beim 0:1 ging es mir wie allen, da kamen gleich böse Erinnerungen an unsere Pokal-Niederlage hoch. Auf einem zweiten Bildschirm lief die Konferenz. Die letzten fünf Minuten habe ich nur noch HSV gegen Hertha geguckt, das war spannender und lief ja auch besser für uns."