Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Meldung, Thomas Tuchel werde ab der kommenden Saison definitiv nicht neuer Trainer des FC Bayern, durch die sozialen Medien. Nun muss der deutsche Rekordmeister erneut den Markt nach einem geeigneten Kandidaten für die Nachfolge von Jupp Heynckes durchkämmen. Mit Lucien Favre scheint eine weitere Option ebenfalls wegzubrechen.


Die Riege, die sich beim FC Bayern im sportlichen Bereich verantwortlich zeigt, kam schlichtweg zu spät. Am vergangenen Freitag führte das Duo um Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic ein Telefongespräch mit Thomas Tuchel, um einen Termin für ein erstes konkretes Gespräch über eine Zusammenarbeit zu evaluieren. ​Der ehemalige BVB-Trainer sagte den Bayern-Bossen jedoch ab.


Er habe schon eine Vereinbarung mit einem anderen Topklub getroffen, lautete Tuchels Begründung für seine Absage an den deutschen Rekordmeister. Wer Nachfolger des im Sommer ausscheidenden Jupp Heynckes wird, steht mehr denn je in den Sternen. Laut kicker ist auch Lucien Favre kein Thema an der Isar. Der Schweizer, der bis 2019 beim OGC Nizza unter Vertrag steht, ​wurde abseits der Tuchel-Debatte als einer der heißesten Kandidaten gehandelt.

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Kein Thema mehr in München: Lucien Favre


Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig) traue sich einen so großen Verein wie den FC Bayern noch nicht zu. Mauricio Pochettino (Vertrag bis 2021) wird Tottenham Hotspur nicht verlassen und auch Jürgen Klopp ist noch langfristig bis 2022 an den FC Liverpool gebunden. Über Christian Streich (SC Freiburg) sei intern nachgedacht worden, der 52-Jährige wird seinen Herzensklub aber wohl kaum verlassen.


Julian Nagelsmann bestätigte bereits, auch in der kommenden Saison Trainer der TSG Hoffenheim zu sein. Bei Eintracht Frankfurt macht Niko Kovac zwecks seiner hervorragenden Arbeit auf sich aufmerksam. Der Kroate verfügt wiederum nicht über die nötige Erfahrung im internationalen Geschäft. Die Dreifachbelastung bei den Bayern ist essenziell. Am Ende soll es ein deutschsprachiger Trainer werden – oder zumindest einer, der hervorragend Deutsch spricht. Auf wen die Wahl letztlich fällt, ist offen.