​Der 1. FC Köln steht sieben Spieltage vor Saisonende auf dem vorletzten Tabellenplatz und steckt somit weiterhin mitten im Abstiegskampf. Sollte es am Ende wirklich in die 2. Bundesliga gehen, könnten einige Spieler den Klub dank einer Klausel verlassen. Zwei FC-Spieler haben sich nun zu ihrer Zukunft geäußert. Einer von ihnen ist der gebürtige Kölner Marcel Risse, der sich trotz Ausstiegsklausel jedoch keine Gedanken rund um einen Wechsel und möglichen Abgang aus seiner Heimatstadt macht. Der andere ist Simon Zoller, der sich durchaus ein Verbleib auch im Falle eines Abstiegs vorstellen kann.


Wie Marcel Risse gegenüber dem Geissblog.Koeln erklärte, sei das Thema Ausstiegsklausel auch innerhalb der Mannschaft bekannt, jedoch kein Gesprächsthema unter den Profis: "Ich bin lange genug dabei, um zu wissen, dass diese Themen irgendwann aufkommen. Jeder Spieler muss für sich selber entscheiden, was er macht und wann er sich damit beschäftigt, falls es doch runtergehen sollte", sagte der 28-Jährige und fügte hinzu: "Wir nehmen die Randgeräusche wahr, ein Thema in der Kabine ist das aber nicht."

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Lässt sich von seiner Ausstiegsklausel nicht ablenken im Kampf um den Ligaverbleib: FC-Star Marcel Risse


Was seine eigene Zukunft angeht, hielt sich der Mittelfeldspieler derweil bedeckt: "Ich weiß, wenn ich dazu etwas sage, wird das zur Schlagzeile gemacht. Sowas will ich einfach nicht." Dass es wie beispielsweise bei Teamkollege Marco Höger jedoch in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel gebe, bestätigte Risse: "Ja, eine Ausstiegsklausel ist auch bei mir im Vertrag. Das ist inzwischen ja Standard. Aber das heißt im Prinzip auch nichts weiter. Wenn ich mir darüber Gedanken machen würde, würde das ja bedeuten, dass ich nicht mehr unbedingt daran glauben würde, dass wir es schaffen. Denn wenn wir drin bleiben, stellen sich diese ganzen Fragen ohnehin nicht." 


Zoller macht FC-Fans Mut 


Während Risse sich bezüglich seiner sportlichen Zukunft also noch bedeckt hielt, kann sich Zoller auch im Falle eines Abstiegs in die 2. Bundesliga durchaus vorstellen, weiter beim 1. FC Köln zu bleiben. "Ich kann nur für mich sprechen und sagen, dass ich mich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt habe, egal wie meine persönliche Situation aussah. Ich habe Sachen angenommen, wo andere vielleicht erst mal die Nase gerümpft hätten. Ich bin hier unheimlich gerne", so der Offensivmann im EXPRESS. "Vorstellen kann ich mir das. Aber dafür bin ich nicht alleine verantwortlich, da spielen mehrere Parteien eine Rolle. Sollten wir wirklich runtergehen, kann ich mir vorstellen, dass wir im nächsten Sommer einige wiedersehen, die das reparieren möchten." Neben Risse und Zoller sollen mit Jonas Hector, Timo Horn und Dominique Heintz gleich mehrere Profis und Leistungsträger der Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck über eine Ausstiegsklausel in ihrem Vertrag verfügen, die ihnen einen vergleichsweise preiswerten Abgang ermöglicht. 


Marcel Risse zumindest dürfte ein Abschied voraussichtlich wohl am schwersten fallen. Er wuchs im Kölner Stadtteil Kalk auf und wechselte nach den Stationen Bayer 04 Leverkusen und 1. FSV Mainz 05 schon im Sommer 2013 zurück zu seinem Heimatklub 1. FC Köln. Für die "Geißböcke" bestritt der Außenbahnspieler seitdem 127 Pflichtspiele, in denen ihm 23 Tore und 22 Vorlagen gelangen. ​Am kommenden Bundesligaspieltag trifft Risse mit den Domstädtern auf die TSG 1899 Hoffenheim, gegen die er sich Ende 2016 das Kreuzband gerissen hatte. Sein Vertrag bei den Rheinländern läuft noch bis Sommer 2022.