Das Comeback von Lewis Holtby in der Startelf des Hamburger SV gegen Hertha BSC gehörte zu den größten Überraschungen des Debüts von Neu-Trainer Christian Titz. Holtby war unter Titz' Vorgängern zunehmend in Ungnade gefallen – und pendelte im Grunde dauerhaft zwischen Bank und Tribüne. Der Abstieg des Bundesliga-Dinos scheint aber auch mit Holtby unausweichlich, weshalb dieser sich naturgemäß Gedanken über die eigene Zukunft macht.


Laut einem Bericht der MOPO kann sich Holtby hierbei durchaus vorstellen, dem HSV die Treue zu halten. Allerdings unter der Voraussetzung, dass Christian Titz Trainer der 'Rothosen' bleibt. Titz outete sich zuletzt als Fan des ehemaligen Bruchweg-Boy. „Mit Sicherheit ist es kein Nachteil, wenn man einen Spieler seit mehreren Jahren kennt, ihn trainiert und in Spielen gesehen hat“, ergänzte Titz. 

Für Holtby könnte im Sommer dennoch eine persönliche Ära enden. Der Vertrag des 27-Jährigen läuft aus, nach vier Jahren HSV könnte Holtby entsprechend ablösefrei wechseln. Eine Verlängerung schien ausgeschlossen, bis Titz übernahm. Dieser baut auf den dreifachen Nationalspieler und würde ihn entsprechend auch mit in die zweite Liga nehmen wollen.


Derweil liegt Holtby ein Angebot vom russischen Vertreter Lokomotive Moskau vor. Doch auch Holtby-Berater Marcus Noack geht auf Kuschelkurs mit den HSV-Verantwortlichen. „Die neue Spielweise kommt Lewis entgegen. Er muss das Vertrauen und die Wertschätzung spüren“, erklärt Noack. Und der Berater legt mit einem Seitenhieb auf Markus Gisdol und Bernd Hollerbach nach: „Lewis ist froh, dass er wieder eine faire Chance bekommen hat.“