Es ist nicht einfach, derzeit ein Fettnäpfchen zu finden, in das der Hamburger Sportverein noch nicht gestolpert ist. Neuestes Thema an der Elbe:​ Die Machenschaften von Berater Thomas von Heesen, der in seiner Zeit beim österreichischen Vertreter SV Kapfenberg Transferrechte an gleich mehreren Spielern gekauft haben soll.


HSV-Vorstandschef Frank Wettstein stellt sich nun allerdings vor von Heesen – und will diesen anscheinend um jeden Preis halten.„Ich habe mich heute noch einmal bei allen Beteiligten vergewissert, dass sie die Zusammenarbeit mit ihm schätzen“, erklärte Wettstein gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Von Heesens Anwalt Stephan Grulert verteidigte seinen Mandaten derweil gegenüber dem Hamburger Abendblatt. „Er hat nie gegen Regularien oder gegen Gesetze verstoßen“, erläuterte der Jurist. Und Grulert weiter: „Vieles war angedacht, wurde aber nie umgesetzt.“ Somit habe sich von Heesen laut Grulert auch nicht strafbar gemacht. Zuvor hatte das Hamburger Abendblatt berichtet, dass von Heesen Transferrechte an den Spielern Thomas Hirschhofer, Mario Grgic und Gerson erworben haben soll – für insgesamt mehr als 100.000 Euro.


Beim HSV arbeitet der 56-Jährige eng mit Direktor Sport Bernhard Peters und dem neuen Trainer Christian Titz zusammen. Gemeinsam soll der Klassenerhalt auf den letzten Metern doch noch gelingen – oder aber ein Neuaufbau in der zweiten Liga angegangen werden. Von Heesens Engagement läuft aktuell bis Ende der Saison. Fraglich, ob er an besagter "Mission Wiederaufbau" teilnehmen darf.