HSV-Legende Felix Magath war beim 'Sportschau Club' in der ARD gestern in richtiger Plauderlaune und nahm auch zu der jetzigen Situation des 'Bundesligadinos' Stellung. Dabei offenbarte der Fußballlehrer, dass er die Hanseaten im Januar finanziell unterstützen wollte.


Der 64-Jährige konnte mit dem HSV 1983 als Spieler den Europapokal der Landesmeister gewinnen und war in den 90er-Jahren auch als Trainer für den Nordklub tätig. Zuletzt leitete er die Geschicke des chinesischen Vereins Shandong Luneng Taishan. Seine Heimat hat er dabei jedoch nie aus den Augen verloren und wollte im Januar seinen Teil dazu beitragen, den 

'Bundesligadino' wieder auf die Beine zu helfen.

Im Januar sei er "drauf und dran gewesen" Anteile am HSV zu kaufen, dabei stieß er jedoch auf wenig Gegenliebe von ​Investor Klaus-Michael Kühne. "Ich habe das Gespräch gesucht mit Herrn Kühne, allerdings wollte Herr Kühne nicht mit mir reden. Da der HSV der größte Anteilseigner ist und Herr Kühne der zweitgrößte, habe ich so keine Möglichkeit gesehen, mit meinem kleinen Anteil Einfluss zu nehmen und erst mal davon Abstand genommen", so Magath.


In der Vergangenheit habe er jedoch nicht nur auf finanziellem Wege versucht, dem Hamburger SV zu helfen: "Ich habe versucht, mitzuhelfen, wurde zweimal von den Aufsichtsrats-Vorsitzenden angesprochen, die es aber jeweils nicht hinbekommen haben, eine Mehrheit hinter sich zu bringen, um mich zu holen."

Es sei "ein Jammer" was mit dem HSV derzeit passiert. Warum man ihm nicht die Chance gab, dagegen anzusteuern, erklärte sich die HSV-Legende damit, dass er schon immer umstritten gewesen sei, da er immer klar gesagt habe, dass er "die sportlichen Entscheidungen treffen und verantworten will, ohne ständig mit den Gremien darüber zu diskutieren."


Nach 27 Spieltagen liegt der Hamburger SV mit 18 Punkten​ derzeit auf dem letzten Tabellenplatz. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt sieben Zähler. Es droht somit der erste Abstieg aus der Bundesliga in der Geschichte des Vereins.