​Für Marcel Risse steht am nächsten Wochenende mit der Bundesligapartie gegen die TSG 1899 Hoffenheim eine ganz besondere Begegnung an. Der rechte Außenbahnspieler vom Abstiegskandidat 1. FC Köln hatte sich im Dezember 2016 gegen die Kraichgauer das Kreuzband gerissen und fiel monatelang aus. Nun ist der gebürtige Kölner wieder fit und äußerte sich zum Wiedersehen mit der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann.


Nach einer Leidenszeit von insgesamt fast anderthalb Jahren hat sich der Flügelspieler zurückgekämpft und steht am kommenden Wochenende vor dem erneuten Duell mit der TSG 1899 Hoffenheim. Seinem Knie gehe es derweil wieder "gut", wie er im Interview mit dem Geissblog.Koeln erklärte. "Es gibt natürlich Situationen, in denen ich das Knie merke. Aber ich habe mich damit arrangiert. So, wie es jetzt ist, ist es in Ordnung. Ich kann jeden Tag auf dem Trainingpslatz stehen und Fußball spielen. Das ist es, was ich wieder erreichen wollte", so der 28-Jährige. Auch wenn es laut Risse "vielleicht nicht mehr zu hundert Prozent" wie früher wird, so reiche es doch, "wenn ich annähernd da drankomme."

1. FC Koeln v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Freut sich, nach langer Leidenszeit endlich wieder auf dem Platz stehen zu können: FC-Profi Marcel Risse



Um wieder möglichst nah an sein Leistungsmaximum zu kommen, will der gebürtige Kölner weiter hart arbeiten. "Ich trainiere jeden Tag individuell, die Nachbereitung der Spiele ist intensiver geworden. So fahre ich gut und werde das wohl so machen müssen, solange ich Fußball spiele. Dieses Programm gehört jetzt einfach dazu", so der FC-Profi über die erhöhte Intensität nach der schweren Verletzung. Vor allem im Kraftraum gehöre er nun im Gegensatz zu früher zu den Stammgästen, wie er verriet. "Ich fühle mich anders. Alleine schon deswegen, weil ich viel mehr Krafttraining mache. Deshalb hat mir in den ersten Wochen noch die Spitzigkeit gefehlt. Besonders in den Beinen, weil ich natürlich spezialisiert den Unterkörper trainiere. Man sieht mich jetzt definitiv häufiger im Kraftraum. Es wurde auch schon gespaßt, dass ich den Raum vorher gar nicht kannte. Mittlerweile bin ich Stammgast da." Das wird sich wohl auch bis zu seinem Karriereende nicht mehr groß ändern. "Krafttraining ist für mich existenziell geworden. Würde ich das nicht machen, könnte ich nicht Fußball spielen. Das ist das, was mir Spaß macht. Deswegen gehört das jetzt einfach dazu."


Wenn es am kommenden Bundesligaspieltag Ende März zum Wiedersehen mit 1899 kommt, werde der Mittelfeldmann jedoch nicht mit einem mulmigen Gefühl in die Partie gehen. "Natürlich weiß ich, wo ich mich verletzt habe. Ich werde aber nicht ins Spiel gehen und hoffen, dass es nicht noch mal passiert. Der Zweikampf war damals einfach extrem unglücklich. Der kann mir auf jedem Platz auf der Welt passieren."


Der 1. FC Köln belegt nach dem 2:0-Erfolg im Rheinderby gegen Bayer 04 Leverkusen nicht mehr den letzten Tabellenplatz und ist nun 17. Bei noch sieben ausstehenden Partien hat der "Effzeh" somit ​noch alle Chancen auf den Klassenerhalt. Der Rückstand auf den Relegationsplatz sowie den rettenden 15. Rang beträgt aktuell fünf Punkte.