​Salif Sane ist der unangefochtene Abwehrchef von Aufsteiger Hannover 96. Durch starke Leistungen bei den Niedersachsen hat der Senegalese sich auch in den Fokus von Spitzenklubs aus der Bundesliga und im Ausland gespielt. 96-Manager Horst Heldt will sich jedoch nicht kampflos geschlagen geben und hofft auf einen Verbleib des Innenverteidigers.


Die statistischen Werte sprechen eine eindeutige Sprache: Salif Sane ist einer der besten Verteidiger in der Liga. In Sachen Zweikampfführung ist der 13-fache Nationalspieler des Senegal sogar einsame Spitze. 73,5 Prozente seiner Zweikämpfe konnte er für sich entscheiden, in der Luft sogar 85,1 Prozent; keiner in der Liga war besser. 

Bei Hannover musste er nur zwei Mal aufgrund von Sperren passen, ansonsten stand er stets über 90 Minuten auf dem Platz. Ob ​Trainer Andre Breitenreiter jedoch auch in der nächsten Saison auf seinen Abwehrboss bauen kann, hängt an einem seidenen Faden. Der Vertrag des Hünen wurde 2016 zwar bis 2020 verlängert, dabei wurde jedoch eine Ausstiegsklausel in das Arbeitspapier integriert. Demnach darf der Afrikaner nach der Saison für acht Millionen Euro innerhalb der Bundesliga wechseln, zehn Millionen Euro wären bei einem Wechsel nach England oder China fällig.


In der nächsten Woche ist ein Treffen zwischen dem Berater von Sane und 96-Manager Horst Heldt geplant. Gegenüber der BILD gab Heldt ein Status-Update. "Ich bin mit Salif im Austausch. Viele würden sich freuen, wenn er bleibt. Er ist ein hannoversches Kind geworden", so der 48-Jährige.

Ziel der Verhandlungen dürfte für die Hannoveraner eine vorzeitige Vertragsverlängerung sein. Dafür müsste man das Gehalt des Führungsspielers aber mit Sicherheit deutlich nach oben korrigieren. Derzeit streicht Sane 150.000 Euro im Monat ein. Heldt zeigte sich dennoch optimistisch: "Salif ist nicht abgeneigt zu bleiben, er kann sich das vorstellen. Aber am Ende kann er frei entscheiden, ob er bleiben will oder nicht. Unter Druck setzen bringt da gar nichts."


Für einen Verbleib des Verteidigers spricht, dass er sich bei Hannover fußballerisch stets weiterentwickeln konnte und sich ein hohes Standing im Verein erarbeitet hat. Zudem fühlt sich der Familienmensch in Hannover sichtlich wohl und ist auch unter den Fans ein echter Liebling. Bei einem Angebot von einem Verein, der regelmäßig international spielt, könnte er dennoch schwach werden. Zuletzt wurde er ​mit Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht.