Er hat wieder mal für Aufsehen gesorgt. Zlatan Ibrahimovic wechselt von Manchester United in die Major League Soccer zu Los Angeles Galaxy. Den Transfer gab er, wie noch niemand vor ihm, in der „Los Angeles Times“ via ganzseitiger Zeitungsanzeige bekannt. Damit verliert Europa nach Andrea Pirlo, Ashley Cole und Frank Lampard eine weitere Fußball-Ikone an die MLS.


Ein Zlatan in Hollywood? Mit diesem ungewöhnlichen Bild müssen sich auch die Fußball-Romantiker in Kürze arrangieren, wobei der Schwede mehr Hollywood zu verkörpern mag, als der Stadtteil von Los Angeles selbst. Doch das Kurioseste an diesem Transfer war die Art und Weise, wie der Ausnahmestürmer den ​Wechsel bekannt gab.


Stell dir vor, du bist Einwohner von LA und zufällig auch noch leidenschaftlicher Galaxy-Fan. Morgens sitzt du bei einer Tasse Kaffee vor der „Los Angeles Times“ und blätterst nichtsahnend Seite für Seite weiter. Plötzlich verschluckst du dich an deinem Kaffee, als du die ganzseitige Anzeige von keinem Geringeren als Zlatan Ibrahimovic erblickst:


„Liebes Los Angeles, gern geschehen“, unmittelbar unter Zlatans Worten war seine Unterschrift links neben dem LA Galaxy-Wappen zu bestaunen! Wie viele Fans des US-Clubs sich an diesem Morgen an ihrem Kaffee verschluckten, wird wohl ein Mysterium bleiben. Das Ibrahimovic über den großen Teich wechselt, dagegen nicht!


Über die Vertragsmodalitäten wurden jedoch keine Angaben gemacht, denn sonst wäre die sibyllinische Wirkung der Anzeige gewiss verloren gegangen. Verschiedene US-Medien vermuten allerdings, dass sich der Hüne für zwei Jahre an den Tabellenneunten der MLS-Western-Conference gebunden haben soll.


Der Körper wollte nicht mehr


Beim englischen Rekordmeister aus ​Manchester konnte Ibra nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr nicht mehr zu alter Stärke finden. Nach seinem zwischenzeitlichen Comeback, warf ihn schon die nächste Knieverletzung zurück. Wie man sieht, bekommt auch der alternde Superstar vom Zahn der Zeit keine Sonderbehandlung. Doch Zlatan scheint sein Selbstwertgefühl bei weitem nicht verloren zu haben.


Auf die Frage, ob die Metropole denn groß genug sei für eine Persönlichkeit wie ihn, antwortete er: "Wenn nicht, werde ich sie größer machen."


Manche Sachen ändern sich wohl nie und das ist auch gut so.