Der erste Abstieg der Vereinsgeschichte scheint für den Hamburger SV kaum noch abwendbar zu sein. In einer Saison, die mit „Pleiten, Pech und Pannen“ noch positiv beschrieben werden würde, fällt es schwer, wirkliche Gewinner in Reihen des HSV zu finden. Einer, auf den diese Bezeichnung aber durchaus zutrifft ist Rick van Drongelen.


Der niederländische Youngster kam vor der Saison von Sparta Rotterdam in die Hansestadt und schaffte auf Anhieb den Durchbruch beim (Noch-)Bundesliga-Dino. In insgesamt 15 Bundesligaspielen kam van Drongelen zum Einsatz, zuletzt achtmal in Serie über die volle Distanz. Dass der U21-Nationalspieler allerdings auch bei einem Abstieg in Hamburg bleibt, gilt als durchaus unwahrscheinlich. Und so sollen bereits die ersten Anfragen für van Drongelen bei dessen Berater eingegangen sein.



Laut einem Bericht der MOPO sollen sowohl Eintracht Frankfurt, als auch Ajax Amsterdam Interesse am 19-Jährigen angemeldet haben. Im Raum steht eine Ablöse von rund fünf Millionen Euro. Geld, das zweifellos gut täte beim „Unternehmen Neuaufbau“. Und dennoch ist sich Ex-HSV-Trainer Huub Stevens sicher, dass der HSV van Drongelen von einem Verbleib überzeugen will: „Für den HSV wäre es das Beste, wenn solche Jungs in Hamburg bleiben würden“, stellte Stevens fest.


Allerdings glaubt der 64-Jährige, dass van Drongelen dem HSV den Rücken kehren wird – aus gutem Grund. „Für Ricks Karriere wäre es besser, wenn er in der Bundesliga bleibt. Für seine Entwicklung ist die Bundesliga gut und wichtig“, erklärte Stevens, der sich als Fan des jungen Innenverteidigers outete. Stevens weiter: „Ich hätte gedacht, dass er mehr Zeit braucht, um sich in der Bundesliga an alles zu gewöhnen und dann auch durchzusetzen. Er hat das richtig gut gemacht. Rick ist kopfballstark und schnell, ein moderner Verteidiger. Ich schaue ihn wirklich gerne an.“ Und der Schalker Jahrhundertcoach schließt durchaus diplomatisch: „Mir wäre es am liebsten, wenn der HSV zusammen mit Rick in der Bundesliga bleiben würde.“