​Leipzigs Naby Keïta kommt seine Urkundenfälschung teuer zu stehen. Das Leipziger Amtsgericht verurteilte den 23-Jährigen zu einer Strafe von 250.000 Euro. Der RB-Mittelfeldspieler hatte versucht zwei gefälschte Führerscheine aus seiner Heimat in eine deutsche Fahrerlaubnis umzuwandeln.


Mega-Strafe für Leipzigs Naby Keïta. Der RB-Star muss wegen Urkundenfälschung 250.000 Euro blechen. Das bestätigte ein Sprecher des Leipziger Amtsgerichts am Freitag gegenüber der LVZ.

Hintergrund ist der ​Führerschein-Skandal um den 23-jährigen Mittelfeldspieler. Der hatte knapp sechs Monate nach seinem Wechsel von Salzburg nach Leipzig im Dezember 2016 der Fahrerlaubnisbehörde einen Führerschein aus der Heimat vorgelegt und wollte diesen in eine deutsche Fahrerlaubnis umwandeln. Gut einen Monat später soll er das mit einem zweiten Führerschein der Republik Guinea versucht haben. 


Die Papiere wurden von Spezialisten des sächsischen Landeskriminalamtes allerdings als "Totalfälschungen identifiziert". Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Urkundenfälschung auf. Die Verurteilung des Amtsgericht erfolgte am 5. Oktober 2017 und erlies einen Strafbefehl von 50 Tagessätze à 8300 Euro, insgesamt also 415.000 Euro. Keitas Anwalt legte dagegen Einspruch ein, beschränkte sich dabei aber auf die Höhe der Tagessätze. Diese wurden nun auf 5.000 Euro reduziert. "Der Beschluss wurde am 16. März zugestellt“, bestätigte der Gerichtssprecher. 


Ob Keita dagegen erneut Beschwerde einlegen will, ist derzeit nicht bekannt. Sollte der Tagessatz von 5.000 Euro dem Gehalt das Keita beim Vizemeister bezieht nahekommen, würde das ein Jahreseinkommen von über 1,8 Millionen Euro bedeuten. Bei der ursprünglichen Verurteilung war das Gericht von einem Jahressalär von über 3 Millionen Euro ausgegangen.

So oder so, ab kommenden Sommer wird der 23-Jährige wohl deutlich mehr kassieren. Dann wechselt Keïta zum FC Liverpool in die Premier League. Die Bild berichtete von bis zu 20 Millionen Euro, die er in England jährlich kassieren soll - da dürfte die 250.000-Euro-Strafe nicht all zu schmerzhaft sein.