​Eintracht Frankfurt spielt eine bärenstarke Saison und steht nach 27. Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz, was die direkte Champions-League-Teilnahme bedeuten würde. Dennoch stehen einige Leistungsträger wie Keeper Lukas Hradecky oder Omar Mascarell vor einem Abgang aus der Main-Metropole. Nun äußerte sich Sportdirektor Bruno Hübner zur sportlichen Lage und sprach nebenbei auch über die Zukunft der beiden Stammkräfte.


Auch wenn man aktuell in einer sehr guten Ausgangslage ist, sieht Hübner noch eine Menge Arbeit vor sich, bis es letztlich für einen Champions-League-Platz reichen könnte. "Wenn man unser ambitioniertes Restprogramm sieht, kann man ganz schnell noch abrutschen. Deshalb sind wir gut beraten, von Woche zu Woche zu denken. Wenn wir aber unser Potenzial abrufen, können wir etwas ganz Großes erreichen", so der 57-Jährige gegenüber dem Wiesbadener Kurier. Angst vor den Duellen auf der ganz großen Bühne hätte der gebürtige Taunussteiner derweil nicht. "Ich denke nicht, dass so etwas zu früh kommen würde.  Es ist doch klar, dass wir das gerne mitnehmen würden, wenn es denn so kommen würde."


Was das eigene Personal angeht, so stehen nach den guten Leistungen natürlich einige Spieler im Fokus - auch bei anderen Vereinen. Vor allem Keeper Lukas Hradecky und Mittelfeldmann Omar Mascarell wurden zuletzt immer wieder mit einem Abgang aus Frankfurt in Verbindung gebracht. Den Finnen sowie den Spanier in der kommenden Saison noch bei der SGE zu halten, "wird in beiden Fällen nicht einfach. Lukas hat ja einen auslaufenden Vertrag und gehört zu den besten fünf Torhütern der Bundesliga. Ihn zu halten, wird angesichts unserer finanziellen Möglichkeiten schwerer als Omar, der ja noch ein Jahr Vertrag hat. Ihn kann nur Real Madrid zurückholen. Bei allen Vorschusslorbeeren für ihn: Es wäre gut für ihn, wenn er noch bei uns bleiben würde." 


Um vorzusorgen, sollte Hradecky den Klub wirklich im Sommer verlassen, befinde man sich bereits in "sehr guten Gesprächen" mit möglichen Nachfolgern, wie Hübner erklärte. "Aber wir haben den Haken noch nicht endgültig an Lukas gemacht. Für mich ist es auf jeden Fall eine Schlüsselposition, da waren wir in den Vorjahren mit Kevin Trapp und Lukas glänzend aufgestellt." 


Eintracht Frankfurt v SV Werder Bremen - Bundesliga

Gehört zu den absoluten Leistungsträgern im Team von SGE-Coach Niko Kovac: Lukas Hradecky



Sollte Hradecky gehen, wird die Torhüterposition aller Voraussicht nach mit einem Nachfolger von außerhalb der Bundesliga besetzt, wie der Sportdirektor der Frankfurter durchblicken ließ. "Wenn ein Torwart mal Bundesliga gespielt hat und gute Leistungen gebracht hat, ist er entsprechend teuer. Wir haben noch nicht die Möglichkeiten, um auf dieser Position viel Geld zu investieren. Aber trotzdem möchte ich nichts ausschließen. Man weiß nie, wie sich etwas entwickelt."


Alles andere als gut verläuft derweil die Entwicklung von Renat Dadashov. ​Das Talent wurde jüngst in der A-Jugend der SGE suspendiert und bleibt ein Sorgenkind am Main. "Wir führen jetzt Gespräche mit ihm und seinem Berater, um spätestens für die neue Saison eine Lösung zu finden. Es ist keine schöne Situation. Wir vom Profibereich stehen aber voll hinter der Entscheidung des Nachwuchsleistungszentrums."