​Manuel Akanji kommt nach seinem Wechsel vom Schweizer Rekordmeister FC Basel zu Borussia Dortmund immer besser in Fahrt und entwickelt sich langsam aber sicher zum Stammspieler unter Coach Peter Stöger. Im Interview äußerte sich der Innenverteidiger nun zu dem Schritt aus der Heimat nach Dortmund und blickt positiv in Richtung der anstehen Weltmeisterschaft im Sommer in Russland.


Stolze 21,5 Millionen Euro überwiesen die Schwarz-Gelben für den 22-jährigen Defensivmann in die Schweizer Hauptstadt, eng verbunden mit der Ablöse hat man in Dortmund hohe Erwartungen an das Abwehr-Juwel. Für Akanji ist die Ablöse eine Ehre, die ihn zusätzlich motiviert. "Ich denke nie darüber nach. Es ist eine krasse Zahl, der Markt hat sich verändert. Vor ein paar Jahren wäre ich vielleicht für 5 Millionen Franken gewechselt. Aber klar: Es ehrt mich, dass ich Dortmund so viel wert bin", so Akanji gegenüber der Neuen Züricher Zeitung.

Borussia Dortmund v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Kommt beim BVB immer besser zurecht: Abwehr-Juwel Manuel Akanji



Auch wenn dem jungen Schweizer mit nigerianischen Wurzeln einige Weggefährten wie zum Beispiel Basel-Sportchef Marco Streller von einem so frühen Wechsel ins Ausland abrieten, bereie er den Schritt bis heute nicht, wie er verriet. "Diese Gedanken habe ich mir natürlich gemacht. Aber ich wollte mich entwickeln. Es ist eine bessere Liga, ein europäischer Topklub. Ich wusste, dass ich dort bestehen kann." Auch der Meinung einiger Kritiker, der Schritt sei ein zu großer, widersprach er. "Ich sage, dass er richtig war."


​Dass es aktuell so gut läuft und er mit Borussia Dortmund bei einem nationalen und internationalen Topklub angekommen ist, sei derweil nicht immer klar gewesen. "Als ich in Winterthur im U18-Team spielte, waren meine Teamkollegen körperlich viel weiter als ich. Ich war höchstens Durchschnitt, war zu langsam, zu klein. Der Trainer machte mich deshalb zum Verteidiger. Dann entwickelte sich mein Körper rasant, ein richtiger Wachstumsschub. Je größer und muskulöser ich wurde, desto mehr Selbstvertrauen bekam ich." Dieses Selbstvertrauen ist ihm auch bis heute nicht abhanden gekommen, wie er durchblicken ließ. "Ich möchte für die Schweiz bei der WM spielen. Und mich mit Dortmund für die Champions League qualifizieren. Und einmal vielleicht für Manchester United spielen. Als ich acht Jahre war, wechselte Ronaldo zu Manchester United. Ich liebte dieses Team," so Akanji.


Um seinen Traum von der WM zu erfüllen ist der junge Verteidiger in jedem Fall gewillt, weiter Vollgas zu geben. "Sicher ist: Ich werde sehr hart für dieses Ziel arbeiten." Vielleicht wird ja dann auch der Traum von den 'Red Devils' irgendwann Realität.