Dominic Maroh trägt nun schon seit mehr als sieben Jahren voller Stolz das Trikot des 1. FC Köln. Der Vertrag des Innenverteidigers läuft aber nach der Saison aus und lange galt es als ziemlich sicher, dass der Abwehrspieler und der 'Effzeh' in Zukunft getrennte Wege gehen. Nach einer starken Leistung im Derby keimte bei dem Slowenen zuletzt jedoch wieder etwas Hoffnung auf und auch ​Trainer Stefan Ruthenbeck hält die Tür für den Verteidiger weiter offen.​


In der laufenden Saison kam der 31-Jährige wettbewerbsübergreifend nur auf elf Einsätze für die Kölner. Am 27. Spieltag durfte der Defensivspieler aber ausgerechnet im Derby gegen die Werkself zum ersten Mal seit dem 12. Spieltag wieder von Beginn an ran und trug seinen Teil dazu bei, dass die Kölner den letzten Tabellenplatz verlassen konnten und nunmehr nur noch fünf Punkte Abstand zum rettenden Ufer haben.

​Dabei profitierte er am vergangenen Sonntag davon, dass der etatmäßige Stamminnenverteidiger Frederik Sörensen aufgrund eines Nasenbeinbruchs ausfiel. Sowohl der Däne als auch Jorge Mere und Dominique Heintz hatten zuvor dem Routinier den Rang abgelaufen. 


Bei dem wichtigen Spiel gegen das Topteam aus Leverkusen konnte Maroh aber mit seiner kompromisslosen Zweikampfführung überzeugen. Aufgrund seiner langen Vereinstreue, hat er zudem ein hohes Standing bei den Fans, was sich darin zeigte,​ dass ein Fan der 'Geißböcke' eine Petition startete, die sich für den Verbleib des siebenfachen slowenischen Nationalspielers einsetzt.


Gegenüber dem Express nahm nun auch Trainer Stefan Ruthenbeck zu der Kampagne Stellung. "Ich finde es gut, wenn die Fans jemanden haben, mit dem sie sich identifizieren. Aber am letzten Ende entscheidet der Verein. Aus der Erfahrung heraus muss man sagen: Die Dinge regeln sich oft von alleine, wenn die Leistung stimmt", so der 45-Jährige. 

Nach dem Sieg gegen Leverkusen hatte sich bereits Armin Veh laut dem kicker positiv über den Innenverteidiger geäußert: "Ich habe ihn heute das erste Mal als Sportchef des FC live in einem Spiel gesehen. Er hat seine Sache in einer schwierigen Situation für uns sehr gut gemacht."


Die Zukunft des Kölner Urgesteins bleibt somit weiterhin unklar, insbesondere bei einem Abstieg in die Zweitklassigkeit, könnte ein Spieler mit einer solch hohen Identifikation zum Verein ein wichtiger Faktor sein, zumal zudem unklar ist ob die Stamm-Innnenverteidiger Dominique Heintz und Jorge Mere den Gang in die Zweitklassigkeit mitmachen würden.