Erst zum dritten Mal seit seinem Wechsel zum Hamburger SV stand Julian Pollersbeck in einem Pflichtspiel für den Hamburger SV zwischen den Pfosten. Auf der Vereinshomepage spricht der neue Stammkeeper der Rothosen über seinen Auftritt am vorigen Wochenende.


Vor dem letzten Heimspiel gegen Hertha BSC (1:2) hatte Cristian Titz, der neue Trainer des Hamburger SV, einige Umstellungen vorgenommen. Unter anderem beförderte er Julian Pollersbeck zur neuen Nummer eins, der somit den bisherigen Stammkeeper Christian Mathenia auf die Bank verdrängte. Pollersbeck passt perfekt in die Anforderungen, die Titz an seine Torhüter stellt.


Im Spielsystem des neuen HSV-Trainers muss der Torhüter als erster Aufbauspieler aktiv in das Spielgeschehen eingreifen. So kommt es nicht von ungefähr, dass Pollersbeck im letzten Spiel mit 77 Ballkontakten die viertmeisten Ballberührungen des HSV hatte. 36 davon waren außerhalb des Strafraums. Pollersbeck: „Die Spielidee vom Trainer kommt mir sehr entgegen. Ich habe schon immer versucht, als mitspielender Torwart zu agieren.“ Er werde im Training weiter Gas geben und versuchen, sich weiter in das Spielsystem einzufinden.

FC Augsburg v Hamburger SV - Bundesliga

Julian Pollersbeck ist derzeit die Nummer eins des HSV


Titz, der vorerst einen Vertrag bis zum Ende der Saison besitzt, traf mit seiner Umstellung auf der Torhüterposition ins Schwarze. Pollersbeck war nicht nur im Spielaufbau Dreh- und Angelpunkt, sondern parierte auch zweimal stark gegen Vladimir Darida und Vedad Ibisevic. „Julian hat das im ersten Spiel schon sehr gut gemacht“, lobte Titz. Pollersbeck habe mutig gespielt und seine Spieleröffnung habe der Mannschaft geholfen.


Allerhand Spekulationen um Pollersbeck füllten die letzten Wochen. Bei Abstieg soll der Ballfänger nicht zu halten sein. Der 23-Jährige plant nicht, mit dem HSV in die 2. Bundesliga zu gehen, war in der Vergangenheit zu vernehmen. ​Als Interessent gilt Eintracht Frankfurt, das sich auf den Abgang von Lukas Hradecky vorbereitet.