​Bundestrainer Joachim Löw verzichtet für die anstehenden beiden Test-Länderspiele gegen Spanien und Brasilien auf die Dortmunder André Schürrle, Marco Reus und Mario Götze. Wie der Erfolgscoach nun aber erklärte, sei das BVB-Trio längst nicht auf das Abstellgleis geraten und solle bis zur endgültigen Kadernominierung weiter Vollgas geben.


Wie Löw auf der Pressekonferenz vor dem Testspiel gegen die Spanier am Freitag in Düsseldorf zu verstehen gab, sei die Tür die die drei Dortmunder trotz ihrer Nicht-Berücksichtigung alles andere als zu. "Die Liste ist länger. Mit Götze habe ich gesprochen, er hat noch nicht ganz die Form, die wir uns wünschen. Er ist aber keineswegs abgeschrieben, genau wie Marco Reus. Schürrle hatte zuletzt aufsteigende Tendenz. Er ist nach wie vor ein Thema für die WM", so der 58-Jährige. 

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Darf weiter auf die WM-Teilnahme in Russland hoffen: Das Trio Reus, Götze und Schürrle 



Allgemein seien noch alle Kaderplätze nicht fest vergeben, lediglich der Stammkern der Mannschaft um Jerome Boateng, Mats Hummels, Toni Kroos, Sami Khedira, Thomas Müller, Mesut Özil, Joshua Kimmich, Timo Werner, Jonas Hector und ​ein fitter Manuel Neuer sowie ​Ersatzmann Marc-André ter Stegen dürften ihre Plätze sicher haben. "Wir schauen jetzt genau hin, wer uns helfen kann, wer in der Lage ist, im Sommer Top-Leistungen abzurufen. Wir erwarten, dass sich die Spieler optimal vorbereiten, voll den Fokus darauf richten." Dabei sei es mitunter nicht immer das Wichtigste, zu spielen. Es brauche auch einen gewissen Teamgeist, wie Löw erklärte. Diese habe vor allem 2014 den Unterschied gemacht. "Ein wichtiges Thema ist auch die Teamfähigkeit der Spieler. Dass man auch akzeptiert, mal auf der Bank zu sitzen. Dieser Spirit hat uns 2014 ausgezeichnet.“


Die DFB-Elf trifft am kommenden Freitag um 20:45 Uhr auf den ehemaligen Welt- und Europameister Spanien, ehe es vier Tage später am Dienstag in der Hauptstadt Berlin zum Wiedersehen mit dem fünfmaligen Weltmeister Brasilien kommt, den man beim WM-Triumph 2014 im eigenen Land im Halbfinale mit 7:1 demütigte und aus dem Turnier warf.