​Zwei U23-Spieler, zwei unterschiedliche Aussichten: Während Werder Bremens Sturm-Hoffnung Johannes Eggestein in seinem letzten Vertragsjahr die Chance bei den Profis nutzen soll, steht Jesper Verlaat vor dem Abschied. Das Arbeitspapier des Verteidigers läuft aus - Sportchef Frank Baumann plant nicht mit dem 21-Jährigen im Profi-Kader.


Als einzige Bundesliga-Zweitvertretung spielt die U23 des SV Werder Bremen in der Dritten Liga. Dort sollen die vielversprechenden Talente Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln, um so möglichst den Sprung zu den Profis zu schaffen. So wie Johannes Eggestein. Der 19-Jährige gilt als große Sturm-Hoffnung und hat bereits im Sommer 2016 einen Profi-Vertrag an der Weser erhalten. Damals jagte den U20-Nationalspieler halb Europa.


Mittlerweile ist die Euphorie um den jüngeren der Eggestein-Brüder allerdings wieder etwas verflogen. Während Maximilian aus der Startelf von Florian Kohfeldt nicht mehr wegzudenken ist, wurde Johannes zur U23 geschickt, um dort regelmäßig zu spielen. Unter Vorgänger Alexander Nouri kam er zu Saisonbeginn noch zu drei Kurzeinsätzen im Oberhaus - ​seither spielt und trainiert er ausschließlich im Reserve-Team.


Und das nicht gerade erfolgreich. In 15 Drittligaspielen, drei Einsätzen in der Bundesliga und einem im DFB-Pokal gelang dem Mittelstürmer kein einziger Treffer. Lediglich eine Torvorlage für die Reserve steht zu Buche - Anfang August 2017 am dritten Spieltag.

Das ist aber nicht der Grund, warum Eggestein ab der kommenden Saison nicht mehr für die U23 auflaufen soll. Das Talent soll seine Chance bei den Profis nutzen und fest im Bundesliga-Kader stehen. Der 19-Jährige geht dann in sein letztes Vertragsjahr bei Werder. "Jojo wird nicht mehr bei der U23 spielen, sondern fest zum Profikader gehören. Er muss sich da jetzt durchbeißen“, sagte Werder-Manager Frank Baumann der Bild. Eine Leihe komme bei Eggestein aktuell nicht infrage.


Verlaat muss Werder wohl verlassen


Nicht mehr in der Reserve auflaufen wird im nächsten Jahr auch Innenverteidiger Jesper Verlaat. Anders als Eggestein rückt der Sohn von Werder-Legende Frank Verlaat allerdings nicht zu den Profis auf. Der Vertrag des 21-jährigen Niederländers endet im kommenden Sommer - die Zeichen stehen auf Trennung: "In der Innenverteidigung sind wir gut aufgestellt. Deshalb sehen wir ​Jesper aktuell nicht für den Profikader. Entweder verlässt er uns ganz oder wir verlängern mit ihm und leihen ihn aus. Zum Beispiel an einen Zweitligaklub oder nach Holland“, so Baumann.

Ein Bundesligaspiel hat Verlaat noch nicht absolviert. Derzeit fehlt er mit Lendenwirbel-Problemen verletzt. Bis dahin stand der Abwehrspieler in 16 Drittliga-Spielen auf dem Platz. Ein Tor gelang ihm dabei - der nächste Unterschied zu Eggestein.