Korb für die Wölfe. Nürnbergs Finanzchef Michael Meeske hat dem Wolfsburger Werben eine deutliche Absage erteilt. "Mit großer Deutlichkeit" dementierte der 46-Jährige einen Wechsel zum VfL. In Nürnberg will er die Ausgliederung der Profi-Abteilung vorantreiben.


Der gebürtige Oldenburger Michael Meeske ist im Norden der Republik ein ​gefragter Mann. Sowohl der Hamburger SV als nun auch der VfL Wolfsburg würden den 46-Jährigen gerne in ihrer Führungsriege begrüßen. Das Problem: Meeske arbeitet seit drei Jahren in südlicheren Gefilden - und zwar ziemlich erfolgreich beim 1. FC Nürnberg. Als Finanzvorstand beim damals von der Insolvenz bedrohten Club führte er den aktuellen Tabellenzweiten der Zweiten Liga wieder auf solide Beine.


Das machte neben dem HSV auch den VfL auf ihn aufmerksam. In der Führungsetage der Wölfe sucht man händeringend nach neuen Kräften. Die Abgänge der Vorstände Sport (Klaus Allofs) und Marketing (Thomas Röttgermann) sind schon länger vakant, im kommenden Sommer scheidet auch Finanzvorstand Wolfgang Hotze nach 17 Jahren im Amt aus.


Aus der Verpflichtung von Meeske wird aber wohl nichts. "Ich kann mit großer Deutlichkeit dementieren, dass ich im Sommer zum VfL Wolfsburg wechsle“, bekräftigte Meeske auf Nachfrage der Bild. "Ich kann nicht widerlegen, dass der eine oder andere Verein Interesse hat. Grundsätzlich habe ich hier aber einen langfristigen Vertrag. Mein Fokus liegt voll auf dem 1. FC Nürnberg. Deswegen kommt das alles für mich nicht infrage“, so der 46-Jährige weiter.


Sein Vertrag bei den Franken läuft noch bis 2020. Dort ist er unter anderem für die Bereiche Verwaltung und Finanzen, Sicherheit, Marketing sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Meeskes großes Projekt beim Club ist die Ausgliederung der Profi-Abteilung. Kaum vorstellbar, dass er Nürnberg verlässt, bevor er diese nicht realisiert hat.