Keeper ​Julian Pollersbeck interpretierte bei der 1:2-Niederlage des Hamburger SV gegen Hertha BSC seine Rolle sehr mutig und agierte phasenweise fast schon als Libero. Zwar wurde der Youngster am Ende nicht durch einen Punktgewinn belohnt, dafür sorgte er über Deutschland hinaus für Aufsehen. In besonderem Maße zeigte sich ein Scout des FC Arsenal beeindruckt.


Der 23-Jährige setzte dabei die Vorstellungen des ​neuen HSV-Trainers Christian Titz um, der sich beim Duell zwischen Christian Mathenia und Pollersbeck für den ehemaligen deutschen U21-Nationaltorhüter entschieden hatte, da dieser über bessere fußballerische Qualitäten verfügt.

Auch in England wird von den Schlussmännern mittlerweile mehr erwartet, als nur auf der Linie zu kleben. Ein mitspielender Torwart ist in dem immer schneller werdenden Spiel auf der Insel unerlässlich. So ist es kaum verwunderlich, dass Steven Fraser, seines Zeichens Scout und Torwart-Trainer beim FC Arsenal, beim Positionsspiel des Deutschen ins Schwärmen kommt. 


Der Brite postete bereits am Dienstag einige Bilder von dem Spiel gegen die Hertha und lobte dabei die Leistung des Torhüters über den Klee. "Sehr interessantes Positionierung in Ballbesitz von Hamburgs Torhüter Julian Pollersbeck dieses Wochenende. Ich liebe es", so Fraser. Dabei bezeichnete er den Keeper als eine Art "elften Feldspieler".

Das Lob dürfte dem, beim Hamburger SV nicht immer hoch angesehen, Jungspund runtergehen wie Öl. Zumal auch sein Trainer nach dem Spiel die mutige Spielweise seines Schützlings lobte. "Julian hat das im ersten Spiel schon sehr gut gemacht. Er hat mutig gespielt und seine Spieleröffnung hat uns geholfen. Jetzt gilt es, in den nächsten Wochen weiter daran zu arbeiten und diese Spielweise zu stabilisieren", so der 46-Jährige gegenüber der Vereinsseite.


Auch Pollersbeck selbst zeigte sich mit seiner Leistung sehr zufrieden und erklärte, dass die gute Leistung nicht von ungefähr komme: "Die Spielidee vom Trainer kommt mir sehr entgegen. Ich habe schon immer versucht, als mitspielender Torwart zu agieren. Ich werde jetzt im Training weiter Gas geben und versuchen, mich weiter in dieses Spielsystem einzufinden, um es am Ende bestmöglich umsetzen zu können."