Juan Bernat plant einen Neuanfang: Der Spanier will den FC Bayern im Sommer nach vier Jahren verlassen. Der Rekordmeister ist einem Abgang nicht abgeneigt - um eine Ablöse zu kassieren und mit Jonas Hector einen weiteren deutschen Nationalspieler an die Isar locken zu können.


Die Zeit von Juan Bernat beim FC Bayern neigt sich wohl dem Ende zu. Der siebenfache spanische Nationalspieler will den Rekordmeister im Sommer verlassen - ein Jahr vor Ende seines bis 2019 laufenden Vertrages. Und auch die Bayern scheinen nicht an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert zu sein. Laut kicker-Informationen will man an der Säbener Straße Bernat kein Angebot für eine Vertragsverlängerung vorlegen. 


Somit bliebe der kommende Sommer die letzte Möglichkeit, eine marktgerechte Ablöse für den 25-Jährigen zu kassieren. Im vergangenen Winter buhlten bereits der FC Everton und Galatasaray Istanbul um die Dienste des Spaniers. Der trägt seit 2014 das Trikot des FC Bayern. Landsmann Pep Guardiola lotste ihn damals aus Valencia nach München. Zehn Millionen Euro Ablöse bezahlte der Rekordmeister für den Linksverteidiger. 


Im ersten Jahr war Bernat noch Stammspieler links in der Viererkette, machte insgesamt 49 Pflichtspiele für seinen neuen Klub. Das lag vor allem daran, dass David Alaba gleich zweimal wegen eines Innenbandrisses im Knie ausgefallen war und von Guardiola meist im Mittelfeld oder in der Innenverteidigung eingesetzt wurde. In den beiden vergangenen Saisons ging Bernats Spielzeit aber immer weiter zurück - Alaba war hinten links gesetzt. In der laufenden Saison kommt der Spanier lediglich auf sieben Einsätze - auch weil er mit einem Syndesmosebandriss zu Beginn der Spielzeit und später mit muskulären Problemen lange Zeit fehlte. 


Der Bayern-Plan: ohne Bernat - mit Rafinha und Hector


Aber auch im fitten Zustand scheint an Konkurrent Alaba kein Vorbeikommen zu sein. Auf der offensiveren Position auf dem linken Flügel, wie zuletzt bei der Pleite in Leipzig, ​enttäuschte​ Bernat auf der ganzen Linie. Die Bayern planen längst ohne den 25-Jährigen: Kurzfristig soll Rafinha als Backup für beide Außenverteidiger-Positionen gehalten werden. Dem Routinier soll bereits ein Angebot zur Vertragsverlängerung bis 2019 vorliegen. Da der 32-jährige Brasilianer darauf bislang noch nicht reagiert hat, habe der Rekordmeister mittlerweile eine Frist gesetzt.

Zusätzlich soll als langfristige Lösung nach der Weltmeisterschaft ​Jonas Hector an die Isar wechseln. Der Nationalspieler wäre bei einem Abstieg des 1. FC Köln für sieben bis acht Millionen Euro zu haben, wird aber auch unter anderem vom BVB umworben, wo er wohl deutlich größere Chancen auf einen Stammplatz hätte. Dennoch habe Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach einem Bericht des kicker bereits Kontakt zum 27-Jährigen aufgenommen.