Er war der langjährige Kapitän des FC Barcelona, nun tritt Carles Puyol seltener in die Öffentlichkeit: Der ehemalige Verteidiger der Katalanen fungiert inzwischen als Spielerberater und hat einen prominenten Klienten: Marc Bartra, der vom BVB zu Betis Sevilla wechselte. Puyol sprach nun über den Wechsel und die Personalie Ousmane Dembélé.


Die Hintergründe zum Wechsel von Marc Bartra zurück nach Spanien erläuterte der Welt- und Europameister gegenüber dem Fernsehsender Sport1. So haben die ständigen Positionswechsel eine Rolle gespielt. Der gelernte Innenverteidiger hatte im Zuge der Dortmunder Verletzungsmisere häufiger auf der rechten Seite aushelfen müssen.

"Marc hat diese Saison sehr gut begonnen. Als es dann schlechter lief, musste er auch aufgrund der vielen Ausfälle im Team öfter seine Position wechseln, unter anderem als Rechtsverteidiger spielen. Das hat ihm natürlich nicht geholfen", so Puyol. 


Nach dem Trainerwechsel beim BVB sei der 27-Jährige dann mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden gewesen, was einen Wechsel in die Primera División nach sich gezogen habe. 

"Der neue Trainer hat dann auf andere Spieler gesetzt, und er hat zu wenig Spielzeit gehabt, deshalb hat er sich um einen Wechsel zu Betis Sevilla bemüht", erklärte Puyol weiter.

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Ousmane Dembélé bei Barça: Puyol fordert Geduld.



Eine Meinung vertritt Puyol auch zu Ousmane Dembélé, der nach seiner Verletzung in Barcelona langsam wieder in Fahrt kommt. "Er ist zu einem großen Klub gewechselt mit dem Druck einer hohen Ablösesumme, die für ihn bezahlt wurde. Das muss er vergessen und nur daran denken, sich weiter zu steigern." 


"Er war in Dortmund gesetzt." Der Transfer des 20-Jährigen zu einem der besten und erfolgreichsten Klubs der Welt sei demnach eine Umstellung. "Jetzt ist er in Barcelona in einer der besten Mannschaften der Welt und muss sich daran erst mal gewöhnen. Er hat die Fähigkeiten dazu. Aber er muss geduldig bleiben, von seinen Mitspielern lernen und sich auf seine Leistung konzentrieren“, so der Rat des 39-Jährigen.