Mit 0:2 hat Bayer 04 Leverkusen am vergangenen Sonntag das Rheinderby beim 1. FC Köln verloren und somit einen herben Dämpfer im Kampf um die Plätze für die UEFA Champions League hinnehmen müssen. Ein Spieler, der dabei mit seiner Leistung besonders negativ auffiel, war Tin Jedvaj - und das, obwohl er sich erst gerade wieder in die Startelf gekämpft hat. War dies nun das Ende seiner Zeit bei der Werkself?


​Beim verlorenen Derby gegen den 1. FC Köln gehörte Tin Jedvaj zu den Bayer-Akteuren, die die mit Abstand schlechteste Leistung auf dem Platz zeigten. Katastrophales Stellungsspiel, enorm viele Fehlpässe und eine Körpersprache, die nichts mit Derby-Motivation zu tun hatte. Es war ein erschreckender Auftritt des Kroaten.


Noch vor kurzer Zeit forderte Jedvaj von Trainer Heiko Herrlich nach seiner langwierigen Schienbeinverletzung mehr Spielzeit. Die erhielt er von seinem Coach, der daraufhin Benjamin Henrichs auf die Bank setzte und den 22-Jährigen aufstellte. Zunächst zeigte Jedvaj auch gute Leistungen, baute dann jedoch schnell wieder ab.


Der Tiefpunkt fand nun in Köln statt. Die hart erkämpfte Spielzeit müsste sich Jedvaj am vergangenen Sonntag binnen kürzester Zeit wieder verloren haben. Nun könnte Heiko Herrlich seinem Abwehr-Talent eine erneute Pause gönnen und wieder auf Benjamin Henrichs oder Panos Retsos zurückgreifen.


Henrichs und Retsos in Lauerstellung


Sowohl Henrichs, der in dieser Saison höchstens von der Bank eine Rolle spielt, als auch Retsos, der sich mit guten Auftritten bisher einen Namen machen durfte, warten auf ihre Chancen. Durch Jedvajs Auftritt bei der 0:2-Niederlage in Köln steigen ihre Chancen auf Einsätze natürlich wieder rasant an.


Tin Jedvaj wechselte im Sommer 2014 zunächst auf Leihbasis, dann für eine Ablösesumme in Höhe von 7 Millionen Euro vom AS Rom zu Bayer 04 Leverkusen. Dort unterschrieb er einen Vertrag bis 2020. Ob er diesen jedoch erfüllen wird, ist eher unklar. Zu inkonstant sind seine Leistungen im Bayer-Dress - bereits im Winter gab es Interesse von seinem kroatischen Jugendclub Dinamo Zagreb.