​Herthas Marvin Plattenhardt ist auf dem besten Weg, auf den WM-Zug zu springen. Der fünfmalige Nationalspieler scheint neben Jonas Hector die einzige Option für die Problempositionen des Linksverteidigers zu sein. In einem Interview gab er sich selbstbewusst, zeigte aber auch selbstkritische Töne.


"Ich bin keiner, der immer ins große Rampenlicht muss“, betonte der 26-Jährige in einem Gespräch mit der Sport-BILD. "Aber sollte ich bei der WM dabei sein, werden alle wissen, wer ich bin." Ein gesundes Selbstbewusstsein, das Marvin Plattenhardt da an den Tag legt.



Doch der Außenverteidiger weiß, dass Jogi Löw beinahe keine andere Wahl hat, als den Herthaner mit nach Russland zu nehmen, da ihm schlicht und ergreifend die Optionen fehlen. Zudem könnte sich der Berliner durch seine gefährlichen Freistöße als wichtige Waffe herauskristallisieren. 


Doch die Formkurve des Abwehrspielers zeigte zuletzt nicht gerade nach oben: "Zuletzt lief es durchwachsen und etwas holprig", gab Plattenhardt zu. "Defensiv ist alles okay. Aber der Trainer sagt mir, dass ich ruhig noch ein, zwei Kilometer mehr nach vorn marschieren kann. Ich stimme ihm zu. Ich muss noch mutiger in der Offensive werden."


Mit Mitspielern wie Marco Reus, Julian Draxler oder Leroy Sané auf seiner Seite, dürfte ihm der Gang zum gegnerischen Sechzehner wohl deutlich leichter fallen, als im Berliner Olympiastadion. Und bis zur WM in Russland sind ja auch noch ein paar Tage Zeit.