​Quasi auf den letzten Drücker verpflichtete Werder Bremen im vergangenen Sommer Ishak Belfodil - der Angreifer wurde zunächst für eine Gebühr in Höhe von 650.000 Euro ausgeliehen, zudem sicherten sich die Grün-Weißen eine Kaufoption. Doch um jene ranken sich einige Fragezeichen.


Bislang war man davon ausgegangen, dass der SVW knapp acht Millionen Euro auf den Tisch legen müsste, wenn man Belfodil nach Ablauf des Leihgeschäfts an der Weser halten will. Ganz so einfach scheint die Rechnung allerdings nicht zu sein, denn laut Informationen des ​Weser Kurier handelt es sich bei der Kaufoption um keine eindeutig festgelegte Summe, sondern um einen variablen Betrag.

Demnach hängt die Summe, die Werder an Belfodils Stammverein Standard Lüttich zahlen müsste, von mehreren Faktoren ab. Werders Tabellenplatz, die Anzahl der Einsätze und der Tore haben offenbar entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Kaufoption. Bedeutet im Umkehrschluss: Je besser Werder abschneidet und je häufiger Belfodil aufläuft und trifft, desto mehr müssten die Grün-Weißen für den 26-Jährigen auf den Tisch legen.


Laut Vermutung des Weser Kurier halten sich die Werderaner deshalb bislang so verdeckt, weil es noch gar nicht feststeht, wie teuer Belfodil am Saisonende tatsächlich ist. Sportchef Frank Baumann ließ zuletzt zwar durchblicken, dass er eine Weiterbeschäftigung des Algeriers nicht ausschließen würde, doch gesichert ist dessen Verbleib an der Weser keinesfalls.

Laut Schätzungen des Blattes dürfte die Kaufsumme am Saisonende bei rund sechs Millionen Euro liegen - selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass Belfodil im Saisonendspurt zum Torjäger mutiert und wie am Fließband trifft, dürfte der Betrag "auf jeden Fall unter zehn Millionen Euro" liegen.