​Bayer Leverkusen hat am Wochenende im Kampf um die Champions League Federn gelassen. Ausgerechnet beim Rhein-Rivalen und Schlusslicht 1. FC Köln setzte es eine derbe 0:2-Niederlage. Coach Heiko Herrlich hadert immer noch mit dem Punktverlust im Rhein-Derby.


"Es war ein Kollektiv-Versagen – da schließe ich mich mit ein", betonte Herrlich gegenüber der BILD-Zeitung. Harte Worte, war doch eigentlich Lucas Alario von Fans und Presse als Sündenbock auserkoren. Der Argentinier holte sich nach gut 30 Minuten einen völlig dummen Platzverweis ab und erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst.



Doch Coach Herrlich will von Schuldzuweisungen gar nichts wissen: "Ich suche die Schuld immer erst bei mir und schaue, was ich für Fehler gemacht habe in der Spiel- und Gegner-Vorbereitung. Wie die Mannschaft spielt, ist immer auch ein Spiegel der Trainerarbeit, ganz klar. Und kein Spiel war bisher so schlecht, so emotionslos und völlig ohne Leidenschaft. Ohne Gegenwehr, unterirdisch. Dafür habe ich keine Erklärung. Ich habe den Grund nicht gefunden."


Und Schlusslicht Köln, das nach der Partie erstmals seit dem dritten Spieltag die Rote Laterne abgab, war der Werkself tatsächlich in allen Belangen überlegen. Zwar steht Bayer immer noch auf Rang 5, nur einen Punkt hinter einem CL-Quali-Platz, doch für Heiko Herrlich ist es laut eigenen Angaben die dunkelste Stunde für ihn unterm Bayer-Kreuz: "Der Sonntag war der bitterste Tag, seit ich hier Trainer bin – wie der Montag und auch der Dienstag. Nächste Woche, wenn alle wieder da sind, müssen wir das aufarbeiten. So ein Bild dürfen wir nie mehr abgeben. Jetzt ist Kontinuität gefragt, wir stehen in der Pflicht. Der Hunger und die Gier auf Erfolge müssen bestehen bleiben."