Zwei Wochen Zeit um an den richtigen Schrauben zu drehen. Der Hamburger SV sieht die Länderspielpause als Chance, den eingeschlagenen Weg mit jungen Talenten fortzuführen. Am Vormittag durften gleich drei U19 Talente bei den Profis mittrainieren.


Der neue Trainer, Christian Titz, verfolgt einen rigorosen Plan. Um die Hamburger zurück in die Erfolgsspur zu bringen, sortiert er erfahrene Spieler aus und ersetzt sie durch frischen Wind aus der Jugend.

Diekmeier, Walace, Mavraj, Hahn und Papadopoulos hatten beim neuen Coach schon das Nachsehen. Der entstandene Unmut wird bestraft, wenn er öffentlich geäußert wird. So spielt Walace ab sofort nur noch beim Regionalligateam der Hanseaten.

Bereits vergangene Woche zog Titz einige seiner alten Schützlinge aus der U21 in den Profikader. Heute setzte er das Angefangene fort. Der 17-jährige Mittelfeldspieler Ogechika Heil, der 18-jährige Sechser Jonas David sowie Oliver Geißens Sohn Maximilian Geißen wurden aus der U19 hervorgeholt. Erjanik Ghubasaryan kam aus der U17.

Sicher ist: viel schlechter kann es durch diese Maßnahmen nicht werden. Mit 18 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und 7 Punkten bis zum rettenden Relegationsplatz. Den Abstieg noch zu verhindern gleicht 7 Spieltage vor Schluss einem Wunder. Warum also nicht eine neue Marschrichtung einschlagen?

Junge Spieler, mit der Chance in der Bundesliga zu spielen, zerreißen sich für diese Gelegenheit. Und genau das kann der HSV momentan gebrauchen.