Die Situation bei Manchester United bleibt trotz des Einzugs ins FA-Cup-Halbfinale durchaus angespannt. In der Liga weit hinter dem ungeliebten Stadtrivalen City, in der Champions League kläglich am FC Sevilla gescheitert. Kein Wunder, dass der exzentrische Trainer José Mourinho medial immer wieder auf die Pauke haut. Im Zentrum der Kritik steht dabei oftmals der französische Nationalspieler Paul Pogba.


Dessen Nationaltrainer Didier Deschamps hat sich nun gegenüber dem Telegraph zur Situation seines Mittelfeld-Stars geäußert. In den letzten elf Begegnungen kam Pogba nur viermal von Beginn an zum Einsatz, am Samstag gegen Brighton musste der 25-Jährige über 90 Minuten auf der Bank Platz nehmen.


„Das ist eine Situation, die er nicht gutheißen kann“, erklärte Deschamps. Und der Weltmeister von 1998 legt nach: „Es muss verschiedene Gründe hierfür geben. Er kann aber in keinem Fall zufrieden und glücklich sein.“ Ungeachtet Pogbas geringerer Wertschätzung im Klub hat Deschamps seinen Mittelfeldmotor für die Freundschaftsspiele gegen Kolumbien und Russland nominiert. Auch, weil er mit dem ehemaligen Juve-Star über dessen sportliche Situation sprechen möchte. „Heute ist es Paul, morgen könnte es jemand anderes sein. Wenn einer meiner Spieler eine schwierige Phase durchmacht, suche ich das Gespräch“, erklärte Deschamps, der verstehen will, warum sich Pogbas Situation derzeit so schwierig gestaltet. 


Denn eines scheint klar: Auch wenn Pogba unter Mourinho mehr und mehr in Ungnade fällt, hält Deschamps weiterhin große Stücke auf ihn. Pogba gilt als eines der Herzstücke der französischen Mannschaft, die in Russland den ersten großen Titel seit dem Gewinn der Europameisterschaft 2000 anstrebt.