Als wäre die sportliche Situation beim Hamburger SV nicht dramatisch genug, werden Woche für Woche neue Nebenkriegsschauplätze auch außerhalb des Fußballfeldes eröffnet. Einen der größeren hiervon hat zuletzt der Grieche Kyriakos Papadopoulos aufgemacht, der im Anschluss an die Heimniederlage gegen Hertha BSC die eigene Nicht-Berücksichtigung medial kritisierte und Trainer Christian Titz fehlende Kommunikation vorwarf.


"Der Trainer hat nicht mit mir gesprochen. Ich werde das Gespräch auch nicht suchen“, gab der Innenverteidiger kurz nach der bitteren Pleite gegen den Hauptstadtklub zu Protokoll, als er auf seinen Bankplatz angesprochen wurde. Der Konter seines Trainer sollte nicht lange auf sich warten lassen: „Er hat sich ein Verhalten erlaubt, das so nicht geht. Spieler können enttäuscht sein, und Spieler sagen in ihrer Enttäuschung auch was. Aber es darf nichts über die Mannschaftskollegen sein“, erklärte Titz mit Blick auf Papadopoulos anschließende Aussage, man brauche „erfahrene“ Spieler in der aktuell schwierigen Phase.



Wie der HSV am heutigen Dienstag mitteilte, wird Papadopoulos‘ ​Teamkollege Walace vorerst mit der U21 der Hanseaten trainieren, da der Brasilianer „wiederholt seinen vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen ist“. Final sei diese Degradierung allerdings nicht, betonte Direktor Sport Bernhard Peters auf der Homepage des Dinos: „Wenn er sein Fehlverhalten reflektiert hat, kann er in einem Gespräch wieder auf den Trainer zugehen.“

Ob dem 26-jährigen Griechen Papadopoulos ein ähnliches Schicksal drohe, wollte Christian Titz gegenüber dem Abendblatt nicht ausschließen. „Das hängt davon ab, wie einsichtig er sich zeigt“, wird der Trainer vielsagend zitiert. Entscheidend hierfür sei ein persönliches Gespräch im Anschluss an die Länderspielpause. Bestandteil des Gesprächs dürfte dann auch Papadopoulos Aussage sein, im Falle eines Abstiegs wohl eher nicht mehr zur Verfügung stehen zu wollen. „Zweite Liga, das ist schwer“, erklärte der Grieche unlängst.