​Bundestrainer Joachim Löw gab am vergangenen Freitag ​seinen Kader für die beiden anstehenden Länderspiele gegen Spanien (23. März) und Brasilien (27. März) bekannt. Augsburgs Linksverteidiger Philipp Max wurde nicht für das Aufgebot berücksichtigt. FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter glaubt daher nicht an eine WM-Teilnahme des 24-Jährigen. 


"Wenn an Verletzungen nichts passiert, glaube ich nicht, dass ein Neuling mitgenommen wird", erklärte Reuter im Interview mit SPORT1. Max spielt bislang eine hervorragende Saison und ist aktuell der beste Vorbereiter der Bundesliga. Am vergangenen Wochenende steuerte der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Profis Martin Max seine 13. Torvorlage bei. Trotz der guten Leistungen reichte es (noch) nicht für eine Nominierung. 


"Ich habe es fast befürchtet, dass er nicht dabei ist, da Jogi Löw so kurz vor der WM auf die etablierten und bewährten Kräfte setzt, die schon Erfahrung im Kreis der Nationalmannschaft haben", gab der Geschäftsführer zu Protokoll. Löw hat für die anstehenden Länderspiele die beiden Linksverteidiger Jonas Hector (1. FC Köln) und Marvin Plattenhardt (Hertha BSC) nominiert. Eine Entscheidung, die Reuter durchaus nachvollziehen kann.

FC Augsburg v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Philipp Max (v.) im Zweikampf mit Hoffenheims Dennis Geiger


Für Max hätte sich der 51-Jährige sehr gefreut. "Wir wären beim FC Augsburg alle sehr stolz gewesen, wenn wir einen deutschen Nationalspieler hätten stellen dürfen", betonte Reuter, der gute Chancen sieht, dass der Linksverteidiger in naher Zukunft sein Nationalmannschaftsdebüt feiern wird: "Dass er im erweiterten Kreis genannt wurde, zeigt, dass er auf dem richtigen Weg ist. Er soll hier weiter seine Leistung abrufen, dann ist es nur eine Frage der Zeit." 


Wie lange Max noch für die bayerischen Schwaben auflaufen wird, ist hingegen ungewiss. Der Linksverteidiger hat mit seinen guten Leistungen das Interesse einiger Top-Klubs geweckt. "Ich kann mir gut vorstellen, dass er noch das eine oder andere Jahr in Augsburg spielt", sagte Reuter. Im vergangenen Sommer verlängerte der Geschäftsführer den Vertrag von Max vorzeitig bis 2022.