​Ihre Co-Produktion bescherte Deutschland den WM-Titel. Nun fehlen Mario Götze und André Schürrle im Aufgebot der Nationalmannschaft für die Testspiele gegen Brasilien und Spanien. Ein WM-Ticket scheint nun in weiter Ferne. Völlig zu recht, meint der ehemalige Weltmeister Lothar Matthäus.


"Götze und Schürrle haben trotz ihrer Nichtnominierung bestimmt noch Chancen, auch weil sie die Helden des Finales von Rio 2014 waren", schrieb der heutige TV-Experte in seiner Sky-Kolumne "So sehe ich das". 



Allerdings sieht Matthäus das BVB-Duo sportlich deutlich hinter der Konkurrenz. "Sportlich dürften sie meiner Meinung nach nicht mehr dazugehören, denn auf ihren Positionen im Mittelfeld haben andere Spieler seit der letzten WM viel bessere Leistungen gezeigt. Löw und seine engsten Mitarbeiter werden alles berücksichtigen und genau beobachten und dabei überlegen, wer ihnen in welcher Situation wie weiterhelfen kann."


Doch der Bundestrainer zeigte in den letzten Jahren stets, dass auch zwischenmenschliche Eigenschaften dazu führen können, einen Platz im Team zu ergattern: "Dinge, die beispielsweise dazu geführt haben, dass Löw immer zu Podolski gehalten hat, auch wenn die Torquote von anderen besser war", so der Sky-Experte weiter. "Für Jogi zählen neben der Leistungen auch weiche, menschliche Faktoren. Wer hält den Teamgeist hoch? Wer ist wichtig in der Kabine? Auf wen kann ich mich während des ganzen Turniers auch charakterlich zu 100 Prozent verlassen?"


Mario Götze und vor allem André Schürrle dürften es schwer haben, in naher Zukunft noch einmal eine Rolle im Nationalteam zu spielen. Endgültig abgefahren ist der WM-Zug aber auch nicht. Doch selbst wenn sie es in den Kader schaffen sollten, zu einem gemeinsamen Auftritt im Finale wird es aller Voraussicht nach nicht mehr reichen.