​In der Länderspielpause wollte Borussia Mönchengladbach eigentlich gegen Zweitligist St. Pauli testen. Wegen der großen Verletzungssorgen am Niederrhein fällt die für Donnerstag geplante Partie allerdings ins Wasser. Der Borussia würden nur neun Profis zur Verfügung stehen. Zehn Spieler sind verletzt oder haben das Training gerade erst wieder aufgenommen, acht weilen bei ihren Nationalteams.


Jannik Vestergaard, Reece Oxford, Mamadou Doucouré, Denis Zakaria, László Bénes, Vincenzo Grifo, Ibrahima Traoré, Raúl Bobadilla und Julio Villalba - was sich fast wie eine komplette Gladbacher Startelf liest, ist die Verletztenliste der Fohlen vor der Länderspielpause. Gleich neun Spieler aus dem Team von Dieter Hecking hat es erwischt, beim 3:3-Remis gegen 1899 Hoffenheim am Samstag kam Sturmtank ​Raul Bobadilla mit einem Muskelfaserriss als vorerst letzter hinzu. Mit Tobias Strobl kämpft sich ein weiterer Fohlen-Profi nach einem Kreuzbandriss gerade erst wieder an die Mannschaft heran.


Damit das Lazarett nicht noch größer wird, hat der Bundesliga-Neunte das für Donnerstag, den 22. März geplante Testspiel gegen Zweitligist FC St. Pauli (15.30 Uhr) abgesagt. Die "angespannte personelle Situation bei der Fohlenelf" lasse ein Spiel nicht zu, teilte die Borussia am Montagmittag via Twitter offiziell mit.

Nur noch 17 spielfitte Akteure bleiben Trainer Hecking derzeit. Mit Matthias Ginter, Lars Stindl (DFB), Thorgan Hazard (Belgien), Yann Sommer, Nico Elvedi, Josip Drmic (Schweiz), Moritz Nicolas (U21) und Michaël Cuisance (Frankreich U19) sind acht Spieler bei ihren Nationalteams.


"Unserer Verletztensituation entspannt sich zum Glück gerade etwas, aber die Spieler, die jetzt ins Mannschaftstraining zurückgekehrt sind, wollen wir noch nicht in einem Testspiel 90 Minuten durchspielen lassen, sondern sie wieder langsam heranführen“, erklärte Sportdirektor Max Eberl auf der Vereinshomepage.