Was kann den HSV noch retten? An dieser Frage beteiligen sich momentan alle, zuletzt DFB-Präsident Reinhard Grindel.


Es geht heiß her beim HSV. Von Köln überholt stehen die Hanseaten nun auf dem letzten Tabellenplatz. Der dritte Trainer der Saison räumt den Kader auf und verbannt Stammspieler aus dem Kader. Wer Unmut darüber äußert, muss Konsequenzen fürchten.

Die Stürmer treffen nicht, die Gegentorbilanz ist desaströs und der Abstand zum ,zumindest vorerst rettenden, 16. Tabellenplatz minimiert sich von Spieltag zu Spieltag. Mit Schalke, Hoffenheim und Frankfurt treffen die Hamburger noch auf Champions-League-Aspiranten, die keine Punkte herschenken werden. Wie kann sich der Verein aus dieser Misere noch selbst retten?


Der neue Trainer, Christian Titz, scheint seinen Weg gefunden zu haben.

Er sortiert die Alten aus und bringt die Jungen ins Team. Mit Dennis Diekmeier, Walace, Mergim Mavraj und André Hahn schmiss er erfahrene Spieler, vor allem im Abstiegskampf, aus dem Kader. Den mentalen Anführer, Kyriakos Papadopoulos, setzte er auf die Bank.

Stattdessen erweiterte Titz den Kader mit zahlreichen Spieler aus seiner U21 und holte auch den Youngster Fiete Arp zurück in die Anfangsformation. Positiv hat sich nun der DFB-Präsident, Reinhard Grindel, zu dieser Entwicklung geäußert.


​​Darüberhinaus merkte er am gestrigen Sonntag bei "Wontorra - der Fußball-Talk" an, die bisherigen Personalentscheidungen nicht ganz verstanden zu haben.

"Es hat mich gefreut, wie sich Torwart Julian Pollersbeck über das 1:0 für den HSV gefreut hat. Er ist ja unser U21-Europameister, ich habe nicht verstanden, warum er nicht mehr Chancen bekommen hat. Aber das ist eine Sache der Trainer", so der DFB-Präsident bei Sky Sport News HD.

Dass es dem DFB-Präsidenten gefällt, wenn Nationalspieler eingesetzt werden, ist nachvollziehbar. Klar ist aber auch, dass er selbst bekennender Hamburg Fan ist und die Entwicklung gespannt mitverfolgt.

Es gibt viele Personen, die sich zu der aktuellen Situation an der Elbe äußern. Ob eine davon tatsächlich den gewünschten Anstoß geben wird, muss noch einige Wochen abgewartet werden.