​Werder-Neuzugang Milot Rashica war beim 3:1-Sieg gegen den 1. FC Köln am vergangenen Montag mit einer starken Leistung inklusive Tor noch der beste Bremer gewesen, erhielt beim Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg dann allerdings überraschend keine Einsatzminuten. Im Anschluss an den dennoch überzeugenden erneuten 3:1-Sieg äußerte sich Coach Florian Kohfeldt zum Kosovaren und erklärte seine Nicht-Aufstellung. 


Wie Kohfeldt gegenüber dem Weser Kurier erklärte, wollte er den jungen Rashica vor der hohen Erwartungshaltung schützen und ließ ihn deshalb über 90 Minuten auf der Bank. "Ich glaube, dass Milot nach seiner Leistung in der vergangenen Woche unter einem sehr hohen Erwartungsdruck gestanden hätte", so der 35-Jährige. Gegen den zweikampfstarken FCA wäre Rashica mit seinen Fähigkeiten nicht der richtige Mann gewesen, weshalb er sich gegen einen Einsatz des 7-Millionen-Euro-Neuzugangs entschied: "Das Eins-gegen-eins mit Tempo, das ihn stark macht, wäre gegen Augsburg nicht so einfach gewesen."


Letzten Endes sei es also einfach nur eine Maßnahme zum Schutz des Flügelspielers gewesen, wie Kohfeldt noch einmal betonte: "Ich wollte Milot nicht dem Druck aussetzen, dass von ihm irgendwelche Wunderdinge erwartet werden. Wenn er die dann nicht gezeigt hätte, hätten sofort einige gefragt, warum er seine Leistung aus dem Spiel gegen Köln nicht bestätigt hat."

SV Werder Bremen v 1. FC Koeln - Bundesliga

Rashica durfte gegen den FC Augsburg aus Schutzgründen nur von der Bank aus jubeln



Gegen den FC Augsburg ​stellte der Trainer stattdessen den Algerier Ishak Belfodil auf, der seine Nominierung auch prompt mit zwei Toren und der Vorlage für Max Kruse rechtfertigte. Vor allem das erste Belfodil-Tor wäre wohl mit Rashica an seiner Stelle nicht gefallen, wie Kohfeldt vermutete. "Ishak stand da bereits im Strafraum, Milot wäre weiter draußen geblieben, von seinem Naturell her, das hat den Ausschlag gegeben." 


Letztlich hat der Coach des SVW alles richtig gemacht, die Bremer stehen nach dem dritten Sieg in den letzten vier Ligaspielen auf dem zwölften Tabellenplatz und dürften mit dem Abstiegskampf aller Voraussicht nach nichts mehr zu tun haben.