​Der 1. FC Köln konnte durch den 2:0-Sieg gegen Lokalrivalen Bayer 04 Leverkusen einen echten Bigpoint im Kampf um den Klassenerhalt erringen. Dabei machte das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck vor allem durch die offensive Spielweise Mut für weitere Aufgaben.


Der 'Effzeh' wurde nach einer katastrophalen Hinrunde bereits als sicherer Absteiger gehandelt. Mit mickrigen sechs Punkten legten die 'Geißböcke' eine echte Horrorserie hin und hatten bereits elf Punkte Abstand bis zum rettenden Ufer.


Bereits nach dem 14. Spieltag trennte man sich von Kult-Trainer Peter Stöger und installierte mit Stefan Ruthenbeck einen im Profifußball noch relativ unerfahrenen Trainer. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten startet der 45-Jährig mit den Kölnern in der Rückrunde aber ziemlich durch. 

Mit 14 Punkten aus zehn Spielen ist man bislang in der zweiten Saisonhälfte die neuntbeste Mannschaft. Als Lohn gab man nach dem Sieg gegen Leverkusen zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag wieder die rote Laterne an den Hamburger SV ab und muss nur noch fünf Punkte aufholen, um das Wunder Klassenerhalt doch noch zu schaffen.


Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen in der Bundesliga, legen die Kölner dabei den Fokus auf ein gepflegtes Offensivspiel. Nur Bayern, Frankfurt und Hoffenheim konnten in der Rückrunde mehr eigene Treffer bejubeln. Angesichts des drohenden Absturzes in die zweite Liga alles andere als selbstverständlich.


Nach dem Sieg gegen die Werkself zeigte sich daher auch Manager Armin Veh sichtlich zufrieden mit dem Auftritt des 'Effzeh'. "Was mich beeindruckt, ist, dass wir jetzt auch Fußball spielen. In Hamburg haben wir zum Beispiel 2:0 gewonnen, aber keinen Fußball gespielt. Das ist jetzt anders. Das war ein richtig gutes Spiel, in dem wir es spielerisch gelöst haben, auch bei Elf gegen Elf. Es ist schön, das zu sehen, weil es die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir Spiele gewinnen", so der 57-Jährige laut geissblog.koeln.

Auch Ruthenbeck freute sich, das die Mannschaft seine Spielidee immer mehr verinnerlicht: "Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, wir waren sehr aggressiv gegen den Ball, haben den Gegner hoch angelaufen und sind auch nach dem 1:0 gierig geblieben." Man habe nun weiterhin eine Berechtigung, an das "Wunder zu glauben", denn die drei Punkte seien ein Zeichen, "dass wir noch leben".


Das positive Gefühl nach dem wichtigen Dreier müssen die Kölner nun während der Länderspielpause konservieren, ehe es am 31. März auswärts bei der TSG 1899 Hoffenheim zur nächsten schweren Prüfung kommt.