Er hat seine Chance genutzt! Sebastian Langkamp überzeugte in seinem Starelfdebüt alle. Besonders die Ruhe, die er trotz der großen Anspannung an den Tag legte, beeindruckte.​


Im Winter von Hertha BSC nach Augsburg gewechselt, wartete Sebastian Langkamp bis Samstag darauf, sich beim SV Werder Bremen beweisen zu können. Selbst auf der Pressekonferenz am Donnerstag ließ Florian Kohfeldt noch verlauten: "In der Abwehr lebt man viel von Automatismen. Und wenn alle in Form sind, ist es schwer zu wechseln." Fügte aber hinzu: "Wenn der Moment da ist, dass er gebraucht wird, weiß ich, dass ich mich auf ihn verlassen kann." Und so kam es dann auch.


Da Stamminnenverteidiger Milos Veljkovic am Montag gegen den 1. FC Köln einen Schlag auf den Fuß bekommen hatte, rückte nun Langkamp in die Innenverteidigung. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Club FC Augsburg, für den er von 2011 bis 2013 spielte und bei dem er im Dress der Hertha vergangenen Dezember seinen letzten Startelfeinsatz hatte.

Die Zahlen sprechen für sich. Der 1,91 m große Verteidiger überzeugte sowohl seinen Trainer, Verantwortliche als auch Mannschaftskollegen, und weist mit 75% gewonnen Zweikämpfen und einer Passquote von 88% eine ebenfalls starke Statistik auf.


In den Anfangsminuten ließ er einen Augsburger anlaufen und legte den Ball anschließend mit der Hacke an ihm vorbei - mehr Ruhe geht nicht. Im weiteren Spielverlauf glänzte er mit guten Lösungen im Spielaufbau und gab der Abwehr Halt. Generell fügte er sich ohne Probleme in das Mannschafts- und Abwehrgefüge ein.


"Sebastian ist einfach ein intelligenter Spieler. Er hat sich nahtlos eingefügt. Es gab überhaupt keine Abstimmungsprobleme", so sein Trainer nach dem Spiel. Und merkte an: "Ich bin froh, dass er gezeigt hat, was ich von ihm erwartet habe."

Auch der Geschäftsführer des SV Werder lobte Langkamps Erfahrung und ließ verlauten: "Er kann auch mit wenig Spielpraxis eine Top Leistung abliefern."

Genau diese Qualität, die Werder Bremen momentan von der Bank bringen kann, bringt im derzeit die Punkte. Denn auch Belfodil zahlte das Vertrauen des Trainers in ihn prompt mit zwei Toren zurück. Das Mannschaftsgefüge scheint zu stimmen und genau das macht im Abstiegskampf oft den Unterschied aus.