Zwar ging die Bundesliga-Partie bei Borussia Dortmund für Hannover 96 verloren, dennoch konnten sich die Niedersachsen über das Bundesliga-Debüt des erst 18-jährigen Offensivtalents Linton Maina freuen. Schon jetzt wird der gebürtige Berliner mit keinem geringeren als Leroy Sané verglichen. Angesichts dessen fragen sich die Fans in der HDI-Arena schon jetzt, ob ​er der neue Shootingstar der Roten werden kann.


Es müssen ganz besondere Gefühle durch den Körper des 96-Talents gewandert sein, als dieser am vergangenen Wochenende in der 86. Minute für Marvin Bakalorz gegen die Stars von Borussia Dortmund eingewechselt wurde. Zum ersten Mal im Bundesliga-Kader der Hannoveraner und gleich die Möglichkeit, sich den Traum eines jeden Fußballers zu verwirklichen. Linton Maina erfuhr es am eigenen Leib. Trotz unauffälliger Leistung wurde der Jungspund hinterher mit Lobeshymnen geadelt.


„Er hatte eine herausragende Trainingswoche und ist ein Tempodribbler“, begründete 96-Coach Andre Breitenreiter die Einwechslung. Der Weg zu seinem ersten Einsatz für die Profis musste sich der Rohdiamant aber erst mal verdienen. Seine erste Duftmarke gab der deutsche U19-Nationalspieler im Testspiel vor dem diesjährigen Rückrundenstart beim 4:1 Sieg über den SC Paderborn ab. Gegen die Westfalen beeindruckte der Offensivspezialist durch freche und flinke Dribblings. Sein Tor-Debüt, bei dem er den Torwart in eiskalter Mittelstürmer-Manier narrte und an drei Abwehrspielern vorbei einnetzte, war der krönende Abschluss seiner Vorstellung.


Nicht nur wegen dieser exzellenten Performance hält man beim Bundesliga-Aufsteiger große Stücke auf ihn: „Linton ist ein sehr spannender, junger Spieler mit herausragenden Anlagen und großem Potenzial. Schön, dass wir nach langer Zeit wieder einen Spieler haben, der perspektivisch die Qualität hat, in der Bundesliga für 96 zu spielen“, gab Manager Horst Held enthusiastisch zu Protokoll.


Dass der Vereinsboss mit seinem Trainer einen Fachmann für junge und aufstrebende Talente besitzt, steht nach Breitenreiters erfolgreicher Arbeit mit Manchester City-Star Leroy Sané in seiner Zeit bei den Königsblauen außer Frage. Zwar ist Hannovers Toptalent ganze vier Jahre jünger als der aktuelle deutsche Nationalspieler, jedoch erinnert er schon jetzt mit seiner Spielweise und seinem Aussehen an Pep Guardiolas Sprössling.


Der offensive Mittelfeldspieler, welcher Kevin Prince Boateng und Marco Reus nacheifert, kann nun in einem Umfeld reifen, dass ihm langfristig Vertrauen schenkt (Vertrag bis 2022) und ihn gleichermaßen im Erfolgsfalle menschlich erden wird. Zwar bedarf es noch einiger Zeit, um das Niveau seiner beiden Vorbilder zu erreichen, doch der Weg ist das Ziel und diesen hat er nun mit seinem Bundesliga-Debüt gegen die Dortmunder Borussia beschritten.