​Innenverteidiger Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach hat sich nach dem 3:3-Unentschieden seiner Mannschaft gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag zum aktuellen Verletzungspech der "Fohlen" geäußert und dabei auch die eigenen Mitspieler kritisiert. Sie seien mitunter mit verantwortlich und tragen laut dem DFB-Nationalspieler auch eine Mitschuld an den vielen Verletzungen. 


Gleich ​neun Spieler sind in dieser Saison mit ​Muskelverletzungen ausgefallen oder fallen auch aktuell noch aus, was den 24-Jährige nicht gerade positiv stimmt. "Das ist nicht unbedingt Zufall", erklärte Ginter, der in der laufenden Saison noch keine einzige Pflichtspielminute für die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking verpasst hat, gegenüber RevierSport


Für den ehemaligen Dortmunder seien einige seiner Mitspieler womöglich sogar zu einem erheblichen Teil selbst verantwortlich für ihre Verletzungen, wie er mit seiner Aussagen durchblicken ließ. "Profis sollten sich auch professionell verhalten. Dazu gehören Regeneration, Ernährung, ein sportgerechtes Verhalten im Alltag, auch die Trainingssteuerung. Ich denke, dass wir nach der Saison jeden Stein umdrehen sollten, um den Grund für die vielen Muskelverletzungen herauszufinden."

Borussia Moenchengladbach v FC Augsburg - Bundesliga

Wünscht sich Professionalität auf und neben dem Platz: Gladbach-Leistungsträger Matthias Ginter



Bereits in der Vergangenheit hatte man am Niederrhein mit Andreas Schlumberger einen Mann verpflichtet, der als Bindeglied zwischen Ärzteteam, Physiotherapeuten und Trainerstab fungieren und so die Zahl der Verletzungen möglichst minimieren sollte. Statt weniger wurden es in der laufenden Spielzeit allerdings sogar mehr Muskelverletzungen, was auch Coach Hecking zum Anlass für weitere Aufarbeitung sieht. "Wir müssen nach der Saison alles genau analysieren." Was die vielen Verletzungen weiter rätselhaft macht, ist die Tatsache, dass die Gladbacher in der laufenden Saison nicht im Europapokal vertreten waren und aus dem DFB-Pokal bereits ausgeschieden sind, wodurch die Belastund der Spieler schon früh auf die Bundesliga reduziert war.


Dort steht man trotz der Verletztenmisere auf dem neunten Tabellenplatz - die internationalen Startplätze sind mit drei Punkten Rückstand auf den ​Tabellensiebten auf Hoffenheim weiter in Reichweite.