Bayer Leverkusen hatte sich vom letzten Spieltag mehr erhofft. Im Derby beim Schlusslicht 1. FC Köln ging die Werkself am Ende mit 0:2 unter. Trainer Heiko Herrlich fand nach dem Spiel in Richtung der Mannschaft deutliche Worte.


Der Frust war groß bei Bayer Leverkusen. Als Champions-League-Aspirant hatte die Werkself ihr Spiel ​beim Rhein-Rivalen und Tabellenschlusslicht 1. FC Köln mit 0:2 verloren. "So wie wir kann man als Mannschaft mit Ambitionen kein Spiel angehen. Das war fast körperlos. Ich weiß auch nicht, was mit meiner Mannschaft los war“, reagierte SVB-Trainer Heiko Herrlich laut kicker verärgert auf die Derby-Niederlage.

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Heiko Herrlich fand nach der Derby-Schmach deutliche Worte


Durch die Pleite rutschte Leverkusen in der Tabelle von den vierten auf den fünften Platz ab – und fiel damit aus den Champions-League-Positionen. Durch einen Ellbogencheck dezimierte Angreifer Lucas Alario seine Mannschaft frühzeitig. "Wir haben eine junge Mannschaft, aber wir sind auch keine Schülertruppe mehr. Daraus müssen wir endlich lernen“, sprach Torhüter Bernd Leno, der beim 0:1 patzte, den Platzverweis an.


Laut Manager Rudi Völler sei es „mit Sicherheit“ die schlechteste erste Halbzeit der Rückrunde gewesen. "Das war eine selbst verschuldete, unnötige Niederlage“, so der Manager. Dem Werksklub dürfen Niederlagen dieser Art nicht mehr passieren. Völler spricht Klartext: "Wenn wir es in den letzten Spielen schaffen, mit elf Mann vom Platz zu gehen, dann werden wir auch oft als Sieger vom Platz gehen.“


Viele der Spieler würden die Situation von Köln aus dem vergangenen Jahr kennen, merkte Herrlich an. In ein Spiel solcher Art müsse seine Mannschaft anders reingehen, monierte er. "Da muss man die Aggressivität annehmen“, so der Coach. Den Platzverweis von Alario kommentierte Herrlich ebenfalls kritisch.

Man habe davor gewarnt, "sich trotz der Emotionen im Griff haben zu müssen. Dann ist es umso trauriger und schade, dass wir das Spiel schon in der 1. HZ wieder nicht zu elft spielen konnten. Das war jetzt das vierte Mal in dieser Saison.“ Der Mannschaft fehle es an der nötigen Mentalität, weshalb Bayer 04 auch noch keine Spitzenmannschaft sei. "Wir werden daran arbeiten.