Sieben Spiele in Folge ist der VfL Wolfsburg ohne Sieg. Den Niedersachsen bleibt nur aufgrund der Unfähigkeit der Konkurrenz im Bundesliga-Keller noch Hoffnung auf den Klassenerhalt. Bruno Labbadia, der als Feuerwehrmann installiert wurde, wirkt ratlos.


Auch gegen Schalke 04 konnte der VfL Wolfsburg keinen Punkt mitnehmen. Kurz vor Ende der Partie traf ​Eigengewächs Robin Knoche zum 1:0 für die Gäste ins Netz. Wieder kein Sieg. Nicht mal ein Unentschieden ist den Niedersachsen dieser Tage gegönnt. Gegen Schalke war es die dritte Niederlage in Folge - sieben davon gab es in den letzten elf Spielen.


„Das Ergebnis ist einfach Mist“, sagt Bruno Labbadia, Trainer der Wolfsburger, laut kicker. „Ein Sieg hätte gutgetan fürs Selbstvertrauen.“ Der 52-Jährige hatte kürzlich angekündigt, Blockaden lösen zu wollen. Ein Prozess, der offenbar länger andauert, als vielen lieb ist. Vielleicht zu lange. Punktgleich mit Mainz 05, das den Relegationsrang belegt, positioniert sich der VfL auf Platz 15 des Klassements.

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Wirkt ratlos: Wölfe-Trainer Bruno Labbadia



Die Störungen behalten nicht nur auf dem Platz die Oberhand. Auch im Management kriselt es. Über Sportchef Olaf Rebbe, der sein Amt im Sommer wohl los sein wird, kamen wieder mal Gerüchte auf, der Manager habe erneut seinen Rücktritt angeboten. „Es ist amüsant, es wundert mich ein bisschen. Es zeigt vielleicht auch, wie unruhig es in und um unseren Verein ist“, kommentiert der 39-Jährige.


Die Länderspielpause werden sie in Wolfsburg nutzen, um kurz durchzuschnaufen. Sieben Partien sind noch zu gehen in der Rückrunde – alles Schicksalsspiele für die Wölfe. Somit ist es auch wenig hilfreich, dass noch vermeintliche schwache Gegner wie der Hamburger SV oder der 1. FC Köln auf die Labbadia-Elf warten. Es muss sich schleunigst etwas ändern in der Autostadt. Sonst ist die 2. Liga bald Wirklichkeit.