Der FC Chelsea hat durch Tore von Morata und Pedro das Halbfinale des FA-Cups erreicht. In einem höhepunktarmen Spiel setzten sich die „Blues“ aufgrund der besseren Effektivität im Endeffekt nicht unverdient bei Leicester City durch. Die Gastgeber konnten zwischenzeitlich durch Jamie Vardy ausgleichen und zwangen die Conte-Elf in die Verlängerung.


Leicester City – FC Chelsea 1:2 n.V.


0:1 Morata (42.), 1:1 Vardy (76.), 1:2 Pedro (105.)


Nach dem Champions-League aus beim FC Barcelona wollte der FC Chelsea bei Leicester City die letzte Titelchance der Saison aufrecht erhalten. Eine große Überraschung in Sachen Startaufstellung hatte Antonio Conte dabei nicht parat. Im Tor durfte wie im bisherigen Pokalwettbewerb wieder Willy Caballero ran, ansonsten setzte der Italiener auf bewährtes Personal. Die gastgebenden „Foxes“ vertrauten allen voran auf Stürmerstar Jamie Vardy, der zuletzt im Achtelfinale den entscheidenden Siegtreffer gegen Sheffield United erzielte.


Leicester gehört die Anfangsphase


Das erste Ausrufezeichen gehörte Leicester: Nach starker Simpson-Vorlage verzog Albrighton (3.) jedoch knapp. Generell war der Meister von 2016 in den Anfangsminuten stärker und ließ den Ball in den eigenen Reihen kreisen, während die „Blues“ zunächst um defensive Stabilität bemüht waren.


Da aber auch der Elf von Claude Puel zunächst wenig Konstruktives einfiel, blieb die Begegnung zunächst höhepunktarm. Erst ein Ndidi-Schuss (20.) sorgte wieder für Torgefahr. Auf der Gegenseite näherte sich Morata (28.) zumindest an, doch sein Schuss konnte von Leicester-Keeper Schmeichel ohne große Probleme pariert werden.


Morata lässt Chelsea jubeln


Und so sollte die Führung kurz vor der Pause schon ein wenig aus dem Nichts fallen: Nach schnellem Konter und mustergültiger Vorlage von Willian war Morata (42.) durch und brachte die Kugel ohne große Probleme an Schmeichel vorbei im Tor unter.


Nach der Pause hatte Leicester nach schwerem Caballero-Patzer die schnelle Chance zum Ausgleich, doch Mahrez (47.) schaffte es nicht aus 35 Metern den leeren Kasten der Blues zu treffen. Und auch kurze Zeit später war die Conte-Elf im Glück, als Vardy (53.) freistehend über das Tor der Gäste schoss.


Das Spiel verflacht – doch Vardy gleicht aus


So überraschend der Anfangsschwung Leicesters in der zweiten Halbzeit auch war, so schnell flachte die Partie danach wieder ab. Leicester war zwar bemüht, doch gegen nun wieder besser stehende Gäste schafft es die Puel-Elf zunächst nicht weitere, klare Chancen zu erspielen.


Und dann sollte der Ausgleich doch fallen: Nach Mahrez-Flanke scheiterte zunächst Iborra an Caballero, doch aus dem Getümmel heraus sorgte Vardy (76.) für den verdienten Ausgleich der Gastgeber.


Es geht in die Verlängerung


Das große Risiko wollte anschließend keine der beiden Mannschaften mehr gehen – wenngleich Vardy (83.) noch einen vielversprechenden Abschluss verbuchen konnte. So ging es dann in die Verlängerung – und diese sollte zunächst arm an Höhepunkten sein.


Erst der eingewechselte Pedro (105.) sorgte für einen echten Paukenschlag: Nach Kante-Vorlage köpfte der Spanier gegen den herauseilenden Schmeichel zur 2:1-Führung des amtierenden Meisters ein.


Leicester probierte noch einmal alles, doch außer einem geblockten Silva-Schuss (118.) fanden die „Foxes“ keine Lösungen mehr gegen nun diszipliniert stehende Gäste. Somit zog Chelsea nach einem wahren Arbeitssieg ins Halbfinale ein – und wahrt die Chance auf zumindest einen Titel in einer insgesamt durchwachsenen Saison.