Bayer Leverkusen hat das Rheinische Derby gegen den 1.FC Köln mit 0:2 verloren und somit im engen Kampf um die Champions-League-Ränge Federn lassen müssen. Besonders eine Szene konnte nach Abpfiff als Schlüsselmoment festgehalten werden. In Zeiten des Videobeweises leistete sich Lucas Alario eine Tätlichkeit gegen Kölns Dominic Maroh. Die logische Konsequenz: Der Argentinier wurde mit glatt Rot des Feldes verwiesen.


Ungeachtet des auch sportlich schwachen Auftritts leistete Alario somit einen Bärendienst für seine Mitspieler, die gut eine Stunde in Unterzahl gegen starke „Geißböcke“ bestreiten mussten. Im Nachgang der Begegnung sprach Rudi Völler von der „schlechtesten ersten Halbzeit der Rückrunde“, die auch durch einen couragierten Auftritt im zweiten Durchgang nicht mehr wettgemacht werden konnte.


Zur Alario-Maroh-Aktion hatte Völler eine klare Meinung: „Maroh ist ein Spieler, der immer wieder nah an dir dran ist als Stürmer. Klar provoziert das. Aber da darf dir sowas trotzdem nicht passieren. Das müssen wir lernen. Das war jetzt schon mehrmals in dieser Saison und so verschenken wir wichtige Punkte“, gab der ehemalige Nationaltrainer mit Blick auf ähnliche rote Karten gegen Wendell und Dominik Kohr zu Protokoll.


Nach der Derby-Niederlage ist Bayer Leverkusen erst einmal auf den fünften Rang zurückgefallen. Bei nur einem Punkt Rückstand auf Eintracht Frankfurt ist mit Sicherheit noch alles drin – doch ähnliche mentale Aussetzer wie am heutigen Sonntag sollten künftig der Vergangenheit angehören, wenn sich die Werkself im kommenden Jahr mit Europas Elite in der "Königsklasse" messen lassen will.