​Beim Hamburger SV ist die Euphorie unter Neu-Coach Christian Titz scheinbar bereits nach dem ersten Spiel wieder verflogen. Nach der bitteren 1:2-Niederlage nach Führung sorgten zu allem Überfluss nun auch noch eine nicht berücksichtigte Profis mit öffentlicher Kritik und respektlosem Verhalten für zusätzlichen Ärger bei den Rothosen. Nun äußerte sich HSV-Vorstand Frank Wettstein zu den Problemprofis. 


Nachdem der griechische Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos gegen die Berliner nicht in der Startelf stand und 90 Minuten lang auf der Bank saß, zeigte er sich im Anschluss an die Partie ziemlich sauer und äußerte deutliche Kritik in Richtung Neu-Coach Christian Titz. ​Nach der Antwort des Trainers sprach nun auch HSV-Vorstand Frank Wettstein über die Aussagen des Abwehrspielers und rüffelte ihn für sein Fehlverhalten. "Jeder muss sich fragen, welche Verantwortung er für die Situation trägt. Das ist eine Frage des Respekts. (...) Papadopoulos hat sich keinen Gefallen getan. Er hat ja auch nicht in den 26 Spielen zuvor das erreicht, was wir uns vorstellen. Ein Blick auf die Tabelle genügt", so der 44-Jährige. Trainer Titz bekam derweil Rückendeckung vom Vorstand. "Ich stehe voll hinter den Maßnahmen vom Trainer."



Neben Papadopoulos könnte auch Mittelfeldspieler Walace nun Sanktionen erwarten. Der Brasilianer stand im Gegensatz zum Griechen gar nicht erst im Kader, blieb dem Spiel im Stadion fern und sorgte stattdessen mit "lustigen" Beiträgen über seine sozialen Medienkanäle für Aufsehen. 


Ob die beiden eigentlich gesetzten Stammspieler unter Titz nun überhaupt noch einmal auflaufen, ist fraglich. Für Papadopoulos jedenfalls könnte die Saison womöglich schon vorbei sein, wie Sky-Experte Dietmar Hamann bei Wontorra - der Fußball-Talk am Sonntagvormittag erklärte. "Christian Titz hatte das Recht, die Spieler auszutauschen. Sie haben den Verein in diese Lage gebracht. Aber es gibt ein Machtvakuum im Verein, da ist so etwas normal. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir Papadopoulos noch einmal im Hamburger Shirt sehen werden." Der Hamburger SV steht nach dem 27. Spieltag der Bundesliga weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz und könnte am Sonntagnachmittag sogar noch vom 1. FC Köln überholt werden, sofern dieser im Rhein-Derby gegen Bayer 04 Leverkusen punktet.