​Borussia Dortmund hat mit einem 1:0-Sieg über Hannover 96 den dritten Tabellenplatz verteidigt. In einem Spiel, das unter dem Strich das Prädikat "Arbeitssieg" aus Dortmunder Sicht verdiente, erzielte Michy Batshuayi das Tor des Tages. Hannover 96 hingegen muss nach der vierten Niederlage in Serie in naher Zukunft wieder punkten, um nicht doch noch in den Abstiegskampf zu geraten. 


Borussia Dortmund – Hannover 96 1:0 (1:0)


1:0 Batshuayi (24.)


Dortmund-Trainer Peter Stöger reagierte auf das Europa-League-Aus bei RB Salzburg mit drei Änderungen in der Startelf. Für den angeschlagenen Reus begann Pulisic. Zudem ersetzten Toprak und Akanji die in Salzburg sichtlich überforderten Zagadou und Sokratis. Bei Hannover 96 brachte Breitenreiter nach zuletzt drei Niederlagen in Serie gleich fünf neue Akteure im Vergleich zum Augsburg-Spiel: Für Felipe, Albornoz, Fossum, Harnik und Bebou begannen Ostrzolek, Korb, Bakalorz, Schwegler und Jonathas.

Dortmund beginnt druckvoll


Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Keine Minute war gespielt, da war Batshuayi nach Schürrle-Vorlage auf und davon. Frei vor Tschauner schob der Belgier das Leder allerdings an den Pfosten. Wenig später sorgten sowohl ein Schuss von Gonzalo Castro (7.), als auch eine Abnahme aus der Drehung von André Schürrle (9.) für Gefahr vor dem Tor der Niedersachsen. 


Auf der Gegenseite meldete Jonathas (12.) erstmals Ambitionen nach vorne an.

Die Partie kam in der Anfangsphase durchaus ansehnlich daher, was zum einen am verbesserten Offensivspiel der Borussen lag, zum anderen aber auch an den Gästen, die temporär immer wieder für Nadelstiche in Richtung Roman Bürki sorgten.


Batshuayi bricht den Bann – und ein paar physikalische Gesetze


Die Führung der Borussen fiel dann auf äußerst sehenswerte Art und Weise. Einen Eckball von Schürrle verlängerte Michy Batshuayi (24.) aus der Luft auf unnachahmliche Weise mit der Hacke ins lange Ecke – 1:0 für die Borussia.

Borussia Dortmund v Hannover 96 - Bundesliga

Batsman scheiterte früh in der Partie am Pfosten


Die Begegnung blieb zunächst ansprechend, ohne jedoch weitere nennenswerte Offensivaktionen zu bieten. Erst eine Doppelchance durch Batshuayi (33.), der gleich zweimal an Tschauner scheiterte, sorgte wieder für Gefahr. Auf der Gegenseite schaffte es Hannover in dieser Phase nicht, den BVB vor ernsthafte Probleme zu stellen, wenngleich die Dortmunder durchaus Platz zum Kontern anboten. So sollte erst ein Volley-Abschluss von Schwegler (40.) nach Ostrzolek-Flanke für Gefahr sorgen, doch Bürki war reaktionsschnell zur Stelle.


Die Partie wird offener


Wenig später scheiterte Götze (41.) auf der Gegenseite an Tschauner, bevor Füllkrug (42.) für Hannover einen Abschluss aus rund 20 Metern über das Tor setzte. Der letzte Abschluss sollte dann Schürrle (45.) vorbehalten sein, der aber vom Sechzehner aus verzog.


Nach der Pause sorgte erst 96 durch einen Eckball und anschließendes Chaos im BVB-Strafraum für Gefahr (47.), dann zog Mahmoud Dahoud gleich zweimal mit Distanzschüssen gegen Philipp Tschauner den Kürzeren (49.). 


Generell kamen die Niedersachsen aber deutlich verbessert aus der Kabine. Die Breitenreiter-Elf griff nun höherstehend an und konnte einige vielversprechende Vorstöße verbuchen, die aber in letzter Konsequenz zu ungenau ausgespielt wurden. Lediglich ein Bakalorz-Abschluss (66.) sorgte dafür, dass Bürki im Dortmunder Tor nochmals eingreifen musste. 

Dortmund agiert passiv - Hannover erwacht


Und doch lag aufgrund der verbesserten Niedersachsen in Kombination mit dem nur noch verwaltenden BVB der Ausgleich ein wenig in der Luft. Die Borussen durften sich in dieser Phase durchaus an die Begegnung gegen den FC Augsburg erinnern, die einen ähnlichen Spielverlauf hatte - und in der der BVB noch den Ausgleich der bayerischen Schwaben hinnehmen musste. 


Offensiv gelang den Gastgebern wenig, erst Dahoud (70.) sorgte erneut für Gefahr, verzog aber knapp. So blieb die Begegnung weiter spannend - und Breitenreiter stellte mit der Einwechslung von Fossum (78.) für Sorg noch einmal das System um. 


Hannover drückte in der Schlussphase, doch der viel zitierte letzte Passe fehlte oftmals. Auf der Gegenseite köpfte Batshuayi (85.) in die Arme von Tschauner. Kurze Zeit später setzte der Belgier den durchstartenden Philipp (88.) in Szene, doch dessen Schuss landete am Pfosten. Und auch Batshuayi (90.) vergab frei nach Tschauner-Patzer, weshalb 96 bis zuletzt in "Lucky-Punch"-Reichweite blieb. 

Doch eine wirkliche Chance solte nicht mehr herausspringen, weshalb unter dem Strich ein aufgrund der Vielzahl der Tormöglichkeiten verdienter Sieg von Borussia Dortmund stand. Die Stöger-Elf befindet sich also weiter auf Champions-League-Kurs, während Hannover nach der vierten Niederlage in Serie den Blick nach unten richten muss.