Nach dem späten 3:3-Remis bei Borussia Mönchengladbach könnte man im Lager der TSG Hoffenheim eigentlich Unzufriedenheit erwarten. Schließlich verspielte die Mannschaft aus dem Kraichgau gleich drei Führungen – und verpasste es, sich mit Nachdruck im Rennen um die internationalen Ränge zurückzumelden.


Doch TSG-Coach Julian Nagelsmann wollte lieber die positiven Dinge hervorheben, statt zwei verlorenen Punkten nachzutrauern. "Am Ende des Tages war das ein sehr schönes und emotionales Spiel für die Zuschauer“, sagte der 30-Jährige im Nachgang der Begegnung. „Insgesamt kann ich mit dem Punkt leben. Ich glaube nicht, dass wir heute mehr verdient gehabt hätten. Wir waren weder von der Spielanlage, noch von den Einzelspielern her heute entscheidend besser“, führte Nagelsmann weiter aus.

Auch Abwehrspieler Benjamin Hübner schlug in eine ähnliche Kerbe: „Im Endeffekt müssen wir mit dem Punkt leben. Wir wussten um die Qualität der Gladbacher und besonders deren Stärke in der Offensive - und diese haben sie heute gezeigt."


Mittelfeldmotor Florian Grillitsch hingegen haderte mit der schwachen Schlussphase seiner Mannschaft, in der man zu wenig Initiative zeigte, um sich den Gladbacher Angriffen zu erwehren. „Wir haben gegen Ende hin sehr tief verteidigt und kaum Bewegung nach vorne gehabt. Bitter, so kurz vor Schluss noch das 3:3 zu kassieren“, gab der Österreicher zu Protokoll.

Für Havard Nordtveit ging die Punkteteilung bei seiner Rückkehr in den Borussia-Park in Ordnung: „Beide Teams haben heute ein gutes und intensives Spiel auf den Platz gebracht. Wir gegen drei Mal in Führung und hatten so drei Mal die drei Punkte in der Hand. Aber es haben leider ein paar Prozentpunkte gefehlt, um den Sieg mit nach Hause zu nehmen.“