Der Hamburger SV befindet sich auch unter dem neuen Trainer Christian Titz weiter im freien Fall. Trotz starker erster Hälfte und zwischenzeitlicher 1:0-Führung mussten sich die Hanseaten schlussendlich nicht unverdient der Berliner Hertha geschlagen geben. Grund genug für Kyriakos Papadopoulos, seinen Unmut über die eigene Nicht-Berücksichtigung medienwirksam zum Ausdruck zu bringen.


Papadopoulos wurde von Titz auf die Bank degradiert, an Stelle des Griechen startete der HSV in der Innenverteidigung mit Gideon Jung und Rick van Drongelen. Zuvor hatte Christian Titz mit André Hahn, Walace, Sven Schipplock, Dennis Diekmeier und Mergim Mavraj gleich fünf arrivierte Kräfte gänzlich aus dem Kader gestrichen.

„Es geht um die Leistung. Und ich finde nicht, dass ich so schlecht war, dass ich nicht spiele“, gab Papadopoulos im Nachgang der Niederlage gegenüber der Mopo zu Protokoll. Und der Grieche wurde deutlich: „Der Trainer hat mir gar nichts gesagt, hat nicht mit mir gesprochen, dass ich nicht spiele. Das finde ich total schade.“


Dem widersprach Titz entschlossen. Der 46-Jährige erklärte auf der anschließenden Pressekonferenz, dass er sich „mit jedem Spieler intensiv ausgetauscht“ habe. Die Entscheidung gegen Papadopoulos sei darin begründet gewesen, dass man sich für „zwei andere Typen von Innenverteidiger“ entschieden habe.

Rückendeckung bekam Titz auch von Thomas von Heesen. „Sie müssen es sportlich nehmen. Aufgrund der guten ersten Halbzeit eine völlig korrekte Maßnahme“, erklärte von Heesen mit Blick auf die personellen Entscheidungen des Trainers.


Unterdessen kündigte Papadopoulos seinen Abschied aus der Hansestadt an, sollten der Dino den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten müssen. Auf die Frage, ob ein Verbleib für ihn in diesem Fall in Frage käme, antwortete der 26-Jährige vielsagend: „Das kann ich nicht sagen, es wäre richtig schwer.“