Spätestens nach dem blamablen Aus von Borussia Dortmund bei RB Salzburg muss man von einer auf internationalem Niveau enttäuschenden Saison für die Bundesliga sprechen. Die Gründe hierfür sind vielseitig – und doch liefert Bundestrainer Joachim Löw konkrete Aspekte, an denen die Bundesliga-Klubs zwingend arbeiten müssen, um bald wieder konkurrenzfähiger agieren zu können.


Gegenüber Eurosport erklärte Löw, dass er den Großteil der Bundesliga-Vereine nicht auf dem höchsten europäischen Level sehen würde, speziell im Offensivspiel. „Es wird in den letzten Monaten und Jahren zunehmend darüber gesprochen, was mache ich, wenn der Gegner den Ball hat“, mahnte der Bundestrainer im Rahmen des Spiels zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart an.

Somit hätte im Umkehrschluss aber kein Team passende Lösungen, wenn es selber einmal im Aufbauspiel gefordert ist. Die meisten deutschen Teams würden dann zu „vielen hohen Bällen“ greifen und keine „kreativen Lösungen mit Kombinationsfußball suchen.“ Das Problem sei, dass inzwischen aber auch die kleineren Vereine, beispielsweise aus Bulgarien oder Schweden, derartiges Offensivspiel beantworten können. „Verteidigen können alle. So kommt es zu den Ergebnissen, die man so nicht erwartet.“


Nach dem Aus der Dortmunder Borussia sind international nur noch der FC Bayern und RB Leipzig vertreten. Während die Bayern im Viertelfinale der Champions League auf den FC Sevilla treffen, bekommt es der amtierende Vizemeister in der Europa League mit Olympique Marseille zu tun.