​Zum Auftakt des 27. Spieltags, konnte sich der VfB Stuttgart am Freitagabend mit 2:1 beim SC Freiburg durchsetzen. Mario Gomez brachte die Schwaben bereits früh in Führung. In der zweiten Hälfte schlug zunächst Nils Petersen mit einem traumhaften Heber zurück, ehe erneut Mario Gomez den Siegtreffer für den VfB erzielte.


SC Freiburg - VfB Stuttgart 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 Gomez (4.), 1:1 Petersen (53.), 1:2 Gomez (75.)


Beim den Gastgebern nahm Trainer Christian Streich im Vergleich zum torlosen Unentschieden gegen Hertha BSC am 26. Spieltag zwei Veränderungen in der Startelf vor. Nicolas Höfler und Marco Terrazzino rückten in die erste Elf und Amir Abrashi, sowie Tim Kleindienst mussten weichen. 


Der VfB Stuttgart reiste mit mächtig Selbstvertrauen zum baden-württembergischen Konkurrenten. Schließlich waren die Schwaben zuletzt sechs Spiele in Folge ungeschlagen geblieben. Trainer Tayfun Korkut sah daher wenig Gründe für Veränderungen und vertraute auf die selbe Startformation wie zuletzt gegen Leipzig. Timo Baumgartl fiel dabei erneut aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung aus.


Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion kamen die Stuttgarter besser in die Partie und konnten bereits nach vier Minuten den Führungstreffer durch Mario Gomez bejubeln. Dennis Aogo hatte zuvor einen Freistoß aus dem Mittelfeld in den Sechzehner der Gastgeber geschlagen und keiner hatte sich für den Torjäger verantwortlich gefühlt. Auch Torhüter Alexander Schwolow kam nur zögerlich aus seinem Gehäuse und so hatte der deutsche Nationalstürmer keine Mühe, das Leder in die Maschen zu köpfen.

Sport-Club Freiburg v VfB Stuttgart - Bundesliga

Mario Gomez bewies bei seinem Führungstreffer seinen ausgezeichneten Torriecher



Der Treffer spielte den zuletzt defensiv so starken Gästen perfekt in die Karten und in der Folge ließen sie hinten nur wenig anbrennen. Das Team von Trainer Christian Streich zeigte jedoch eine gute Moral und ließ sich von dem frühen Tiefschlag nur kurz aus der Ruhe bringen. Im Spiel nach vorne leisteten sich die Badener aber zu viele leichte Fehler, um aus dem Spiel heraus für Gefahr zu sorgen. 


Das Spiel der Freiburger war sehr linkslastig und nur äußerst selten gelang es dem Team von Christian Streich die routiniert agierenden Stuttgarter mit einer Seitenverlagerung in Bredouille zu bringen. Wenn es dann doch einmal im Ansatz brenzlig wurde, war zumeist Nils Petersen beteiligt. Offensiv kam jedoch auch vom VfB nach dem frühen Führungstreffer nur wenig. Bei gelegentlichen Halbchancen, profitierten die Männer mit dem roten Brustring von individuellen Aussetzern der Freiburger. Die größte Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, ließ dabei Daniel Ginczek in der 38. Spielminute liegen. Nach einer butterweichen Flanke von Erik Thommy, köpfte der 26-Jährige aus kurzer Distanz aber rechts am Tor vorbei.


Geniestreich von Nils Petersen


Zur Pause reagierte Christian Streich und brachte Florian Kath für Lucas Höler. Doch auch der 23-jährige Deutsche konnte dem Offensivspiel der Freiburger zunächst keine Flügel verleihen und so plätscherte die Partie zu Beginn der zweiten Spielhälfte vor sich hin. Wie aus dem nichts sorgte Nils Petersen dann jedoch in der 53. Spielminute für den überraschenden Ausgleich. Nach einem Ballverlust der Gäste, schalteten die Breisgauer schnell um und Nicolas Höfler schickte den Freiburger Torjäger auf die Reise. Der guckte Ron-Robert Zieler aus und veredelte den ersten geglückten Angriff des Sportclubs mit einem traumhaften Heber.

Sport-Club Freiburg v VfB Stuttgart - Bundesliga

Nils Petersen zeigte bei seinem Traumtor zum Ausgleich seine ganze Klasse



In der 60. Spielminute wechselte auch VfB-Coach Tayfun Korkut zum ersten Mal und brachte Chadrac Akolo für Erik Thommy. Beide Mannschaften agierten nun auf Augenhöhe. Dabei gelang es den Stuttgartern jedoch die aufkommende Euphorie der Freiburger nach dem Ausgleichstreffer schnell wieder zu bremsen. Hochkarätige Chancen blieben in der umkämpften Partie auf beiden Seiten weiterhin absolute Mangelware.


In der 75. Spielminute war es erneut Nationalstürmer Mario Gomez, der die Stuttgarter wieder auf die Siegerstraße brachte. Bei der ersten nennenswerten Offensivaktion des Aufsteigers in der zweiten Halbzeit brachte Andreas Beck von der rechten Seite eine scharfe Hereingabe vor das Tor der Gastgeber. Die Direktabnahme von Mario Gomez konnte Alexander Schwolow zwar zunächst abwehren, im Nachschuss machte der 32-Jährige jedoch alles klar.


In der Folge verteidigte der VfB die Führung mit überzeugender Souveränität nach Hause. Durch den fünften Sieg im siebten Spiel unter Tayfun Korkut, rückt der VfB zumindest bis zum Samstag bis auf einen Zähler an Platz sieben heran. Die Breisgauer müssen sich hingegen über die gnadenlose Effektivität der Stuttgarter und ihre eigene Ideenlosigkeit ärgern und in den nächsten Spielen die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln.


Spieler des Spiels:

Mario Gomez war nicht oft in das Spiel der Stuttgarter eingebunden. Zwei Aktionen reichten dem Torjäger aber um das Spiel zu entscheiden.


Flop des Spiels:

Manuel Gulde konnte in der Defensive einige entscheidende Duelle nicht für sich entscheiden. Insgesamt konnte der Deutsche nur 33 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnen.


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