Mario Götze wurde von Peter Stöger für seine Leistung in Salzburg scharf angegangen. In der Pause musste der Weltmeister in der Kabine bleiben. Am Tag danach reagierte der BVB-Star auf die Kritik seines Trainers - und forderte alle in Dortmund auf, sich zu hinterfragen.


​Es waren ​harte und deutliche Worte, mit denen BVB-Coach Peter Stöger die Auswechslung von Mario Götze rechtfertigte. Der WM-Held von Brasilien musste beim ​0:0 im Europa-League-Rückspiel gegen RB S​alzburg zur Pause in der Kabine bleiben. "Mit Mario waren wir überhaupt nicht einverstanden, von dem, was wir uns erwarten“, kritisierte Stöger. Beim blamablen Ausscheiden gegen seine Landsleute habe der Österreicher "ein Zeichen setzen wollen", da Götze zuvor seinen Anweisungen nicht gefolgt sei.


"Die Dinge, die wir sehen wollten, nämlich Positionen anzuspielen, Bälle in die Tiefe zu spielen, Laufwege hinter die Kette zu machen, das ist ja tatsächlich überhaupt nicht passiert“, führte Stöger aus. Auch wenn Götze mit seinem schwachen Auftritt mit Sicherheit nicht alleine in Schwarz-Gelb dastand, erhielt Stöger von seinem ​Sportdirektor Rückendeckung"Der Trainer hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, offen anzusprechen, wenn etwas nicht funktioniert. Und es hat ja nicht funktioniert. Ich stehe da voll hinter ihm", sagte Michael Zorc.


Götze wil an seinen Defiziten arbeiten - und fordert alles auf sich zu hinterfragen


Und auch Götze selbst gab sich einsichtig: "Ich bin dem Trainer dankbar, dass er mich auf meine Defizite hingewiesen hat und ich werde stark daran arbeiten“, versicherte der 25-Jährige auf Nachfrage der Sportbild. Alle beim BVB müssten sich "hinterfragen, ob das das Niveau ist, wie sich der BVB präsentiert", monierte Götze. "Wir sollten gemeinsam an einer positiven Entwicklung für alle und an der Umsetzung unserer Möglichkeiten arbeiten“, forderte er.

Angesprochen auf die Worte des BVB-Stars lobte er Götzes Selbstkritik und bekräftigte dabei, dass er alle Spieler gleich behandle. "Das ist schön. Mario ist ein besonderer Spieler, aber in der Bewertung ist er so wie jeder andere Spieler. Wenn ich etwas sehe, was überhaupt nicht gepasst hat, spreche ich das auch so an. Wenn das Interesse an den Spielern so groß ist, muss man auch eine klare Antwort geben", meinte er auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Hannover 96 (13.30 Uhr).

Neben dem blamablen Aus im Achtelfinale der Europa League, dürfte auch Götzes Nicht-Nominierung für die kommenden beiden Test-Länderspiele gegen Spanien (23.3.) und Brasilien (27.3.) für zusätzlichen Frust beim Weltmeister sorgen. Holperfußball beim BVB und drohendes WM-Aus - für Mario Götze lief es schonmal besser.